15. Juni 2017

Liebesreigen unter Schattenjägern

Dämonen, Vampire, Werwölfe und Zauberer – die TV-Serie «Shadowhunters» führt in die Unterwelt des modernen New York.

Das Heldenteam der «Shadowhunters»-Serie: Alec, Simon, Isabelle, Clary und Jace (von links). Bilder: ZvG.
Lesezeit 2 Minuten

Wer die Romanreihe «The Mortal Instruments» ( «Chroniken der Unterwelt» ) von Cassandra Clare kennt, der braucht keine weitere Einführung in die Fantasywelt der neuen TV-Serie «Shadowhunters». Allen anderen schwirrt nach den ersten zwei Folgen vielleicht ein wenig der Kopf vor lauter Schattenjägern, Werwölfen, Vampiren und Magiern, die sich alle unerkannt von den Menschen in New York tummeln.

2013 gab es schon mal einen Anlauf, Clares Bücher zu adaptieren, damals für die Kinoleinwand und mit Stars wie Jonathan Rhys Meyers ( «The Tudors» ) und Lena Headey ( «Game of Thrones» ). Doch der Film floppte und anstelle der geplanten Kinofortsetzung entstand eine TV-Adaption, die nochmals von vorne anfing – mit mehr Erfolg: In den USA läuft bereits die zweite Staffel, eine dritte ist in Planung.

Die Geschichte beginnt damit, dass Clary Fray, ein ganz normaler Teenager einer alleinerziehenden Mutter, erfährt, dass sie in Wirklichkeit ein Shadowhunter ist, eine Dämonenjägerin, die Engelsblut in sich trägt und besondere Fähigkeiten hat. Und nicht nur das: Ihr realer Vater, den ihr ihre Mutter immer verschwiegen hat, strebt in der Welt der Schattenjäger gerade eine Revolution an, vor der sich alle fürchten. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Simon entdeckt sie diese neue gefährliche Welt, erlebt zahlreiche Abenteuer und verliebt sich in den attraktiven Shadowhunter Jace.

Die Liebe spielt überhaupt eine wichtige Rolle, wie es sich für eine Young-Adult-Story gehört: Clary verliebt sich in Jace, nichtsahnend, dass ihr bester Freund Simon schon lange in sie verknallt ist. Jace verliebt sich in Clary, nichtsahnend, dass sein bester Freund, Adoptivbruder und Kampfgefährte Alec schon lange in ihn verknallt ist. Alecs Auseinandersetzung mit seinem Schwulsein, sein Coming-out und seine wachsende Zuneigung zum mächtigen Magier Magnus Bane zieht sich denn auch durch die ganze erste Staffel von «Shadowhunters».

Der junge, attraktive Cast gibt sich redlich Mühe, aber einige wurden wohl mehr wegen ihres guten Aussehens als wegen ihrer schauspielerischen Talente angeheuert. Auch darf man kein tiefgründiges Drama erwarten wie es Fantasyserien wie «The Walking Dead» oder «True Blood» bieten. Aber wer das Genre mag und leichter Popcorn-Kost nicht abgeneigt ist, der wird von den «pretty young things» hier ganz gut unterhalten.


«Shadowhunters – Chroniken der Unterwelt», Staffel 1 bei Ex Libris für Fr. 35,90 (Bluray) oder Fr. 31,90 (DVD)


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