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Nachbarschaftshilfe mit Mila

Thomas lässt seine Pflanze umtopfen, hilft dafür beim Einrichten von Digital-TV. Moderne Nachbarn organisieren sich im Internet. Wir stellen Mila und zehn weitere nützliche Plattformen («Hilfe aus dem Netz») vor.

Piiiiep. «Die Wartezeit beträgt derzeit sieben Minuten.» Endlosschleifen in Supporthotlines lassen sich jetzt vermeiden. Die Plattform Mila vermittelt Menschen, die sich ihren Fähigkeiten entsprechend um defekte Computer oder Handys ihrer Nachbarn kümmern.

Internetplattform fördert die Nachbarschaftshilfe

Thomas Philipp aus Leimbach ist einer der aktivsten Helfer bei Mila.com. Thomas Philipp aus Leimbach ZH interessiert sich seit seiner Jugend für Technik. Der gelernte Elektroniker beschäftigt sich in seiner Freizeit mit digitalem Fernsehen, Computern oder Smartphones und leistet seit rund einem Jahr etwa einen «Hilfseinsatz» pro Woche in seiner Umgebung. Philipp hat sich auf der Plattform ein kostenloses Profil eingerichtet und wird kontaktiert, wenn ein Internetanschluss eingerichtet oder Bilder vom Handy auf den Computer geladen werden sollen. Als einer der aktivsten Helfer der Schweiz sagt er: «Für mich ist es schön, andere zu unterstützen und damit ein paar Franken dazuzuverdienen.»

Der 57-Jährige ist einer von über 1000 registrierten Helfern, die über die ganze Schweiz verteilt Einsätze leisten. Jeder kann seinen Tarif selbst festlegen. Im Schnitt wird für einen Hilfseinsatz 65 Franken fällig. Bezahlt wird bar oder online über Mila selbst. Derzeit beschränkt sich das Angebot zwar mehrheitlich auf Hilfe bei Computer- und Handyproblemen. Aber je mehr Menschen sich engagieren, desto vielfältiger wird das moderne Nachbarschaftsnetzwerk – und umso einfacher wird es, auch jemanden in der Nähe zu finden, der sich um Pflanzen oder verstopfte Rohre kümmert.

 

Erschienen in MM-Ausgabe 52
22. Dezember 2014

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1 Kommentar

Louis Voellmy [Gast]

Geschrieben am
23. Dezember 2014

Eigentlich eine schöne Idee, nur dass es Menschen gibt, die vom Support leben (müssen) und sich nicht nur ein Taschengeld nebenher zu verdienen brauchen.

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