14. Mai 2018

Kult um die Blechkutsche

In den 60er-Jahren konnten sich viele Schweizer Familien erstmals einen eigenen Wagen leisten. Die Migros nahm Autozubehör ins Sortiment auf und brachte den Kunden sogar bei, kleine Reparaturen selber zu erledigen.

1969 testen Migros-Kunden Autopflegeprodukte
Neuer Glanz für einen alten Fiat Topolino: 1969 testen Migros-Kunden Autopflegeprodukte an einem Oldtimer. (Bild: MGB-Archiv)

Ob zierlicher Mini Cooper oder ausladender Chevrolet – in den 1960ern galt jedes neue Auto als Symbol des Fortschritts. Wer einen eigenen Wagen hatte, wurde bewundert und machte sich zudem unabhängig vom öffentlichen Verkehr, dessen Netz damals noch lückenhaft war. Die Migros trug den Wünschen ihrer Kunden Rechnung und nahm Autozubehör ins Sortiment auf.

Das Bild ist wohl 1969 in der Filiale am Limmatplatz in Zürich entstanden: Auf einem Podest steht ein schon damals alter Fiat Topolino. Die Kundinnen und Kunden können selber Hand anlegen und den zierlichen Oldtimer mit Putzfäden, Autoshampoo und Politur auf Hochglanz bringen. Weil in den 60er-Jahren auch die Do-It-Yourself-Bewegung ihren Anfang nahm, ging die Migros noch weiter: In Klubschulkursen brachte sie Autobesitzern bei, kleine Reparaturen an ihrem Wagen selber zu erledigen.

Auch heute bieten die Fachmärkte von Do it + Garden Migros ein vielfältiges Autozubehör an – von der Gummimatte über die Ladezange bis zur Autobatterie. Und wieder trägt die Detailhändlerin dem Wandel der Mobilität Rechnung: Wer mit dem Elektroauto unterwegs ist, kann bei rund 30 Migros-Standorten und auf über 90 Parkplätzen sein Fahrzeug aufladen. Bis Ende 2019 sollen sogar 100 Filialen über insgesamt 200 E-Ladestationen verfügen.

Benutzer-Kommentare

Verwandte Artikel

«Bitcoin» ist Finanzwort des Jahres 2017

Informationen zum Author

Coachingpaar

Jung, weiblich – und mit Coach

Mario Illien (links) und Marco Piffaretti laden Piffarettis Tesla

Das Gipfeltreffen der Auto-Antriebspäpste

Andreas Engel (l.) vor dem Hyundai Ioniq Electric, daneben Raoul Schwinnen vor dem VW e-Golf

Die Zukunft der E-Autos wird spannend