08. November 2017

Kommunikation im Wandel

Die Social-Media-Plattformen sind gekommen, um zu bleiben. Social-Media-Experte Markus Maurer ordnet die verschiedenen Dienste ein und erklärt, was die Zukunft bringt.

Social Media: supertotto/2 agenten
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HEUTE: Meistgenutzte Plattformen

Facebook In der Schweiz sind knapp vier Millionen Menschen auf Facebook registriert und nutzen dieses soziale Netzwerk. Weltweit sind zwei Milliarden Menschen auf Facebook.

Snapchat ist die Plattform der Millennials – innovativ und überrascht immer wieder mit neuen Funktionen. Es ist jedoch nicht klar, wie sich Snapchat in Zukunft finanziert.

Instagram: Über 50 Prozent der Nutzer auf Instagram sind unter 30 Jahre alt. Früher waren es nur Bilder, nun sind es auch Storys (Geschichten aus Fotos und Filmen, die nach 24 Stunden wieder gelöscht werden), die auf Instagram voll eingeschlagen haben.

WhatsApp: Wie Instagram gehört WhatsApp zum Facebook-Konzern. Aus dem Alltag ist die App nicht mehr wegzudenken.

Twitter: Dank Donald Trump kennt Twitter fast jedermann, wird in der Schweiz jedoch nur von einer überschaubaren Anzahl Menschen genutzt. Für News in vielen verschiedenen Bereichen ist es weiterhin einer der besten Kanäle.

WeChat, die wichtigste Social-Media-Plattform Chinas. Egal ob Terminfindung mit Freunden, Reservation im Restaurant und das Begleichen der Rechnung, WeChat begleitet einen durch den Tag, ohne die Plattform je verlassen zu müssen.

YouTube ist der TV-Sender der jungen Generation. Die Stars von heute heissen PewDiePie und Bibi – und haben eine Followerschaft von mehreren Millionen. Timm Thaler, Anna und Silas wären heute auf YouTube oder man würde sie gar nicht erst kennen. Auch Musik wird heute über YouTube gehört.

MORGEN: Social-Media-Welt der Zukunft

Dark Social: Unter Dark versteht man alles, was nicht öffentlich zu sehen und finden ist. Da sich die Nutzer immer besser mit Privatsphäre und Sicherheitseinstellungen auskennen, schützen sie sich oder weichen auf Plattformen aus, auf denen man in einer Gruppe unter sich sein kann. Das heisst aber nicht, dass Daten, die dort ausgetauscht werden, nicht ausgewertet werden.

Das vergängliche Web: Es heisst immer, das Internet vergisst nicht. Seit es Snapchat gibt, sind Inhalte vergänglich. Nach 24 Stunden sind Inhalte verschwunden. Instagram hat diese Funktion erfolgreich kopiert. Der perfekte Moment ist nicht mehr gefragt. Quick and dirty is the new perfect! Jedoch gilt es zu beachten, dass diese Inhalte abgefilmt werden können oder es eventuell Kopien davon gibt.

AI (Artificial Intelligence): Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz werden viele Services besser werden. Sie werden dadurch menschlicher und werden immer besser antizipieren können, was Menschen wollen. Das Kunststück auf Anbieterseite wird sein, diese Services so zu gestalten, dass diese menschlich wirken und die User nicht abgeschreckt werden.

Chatbots … oder kurz Bots sind automatisierte textbasierte Dialogsysteme. Es wird nicht mehr lange gehen, und wir unterhalten uns zum Beispiel mit einem Kundendienstmitarbeiter, der nicht mehr aus Fleisch und Blut ist. Durch AI werden diese Chatbots rasend schnell besser. Ausserdem werden Wartezeiten am Telefon wegfallen, weil ein Chatbot gleichzeitig Hunderte von Leuten bedienen kann und 365 Tage und rund um die Uhr Zeit hat für uns.

Markus Maurer ist Digital Coach & Quality Manager und unterrichtet Digitale Kommunikation. Auf Twitter und Instagram heisst er @kusito.

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