09. Februar 2018

Impfen – ja oder nein?

Die Berner Sängerin Jaël ist seit Silvester Mutter von Eliah. Sie hofft, dass der Purzel das Immunsystem eher vom Papa geerbt hat.

Ein Griff zur Impfung?
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Letzte Woche stand Bueblis erster Arzttermin an. Impfen oder nicht impfen, das ist die Frage. Ich wollte gut vorbereitet sein, las mich in jeder stillfreien Minute durch die Impflektüre, wägte Nebenwirkungen gegen entsprechende Krankheiten ab, um am Ende zu erfahren, dass – falls ich den Kleinen tatsächlich gegen einige Krankheiten impfen lassen möchte – Einzelimpfstoffe bei uns gar nicht erhältlich sind. Ach, die liebe Pharmaindustrie …

Natürlich wünsche ich Buebli, dass er nach meinem Mann kommt, den Impfungen kalt-lassen. Aber was, wenn Eliah meine sensible Konstitution mit zig Allergien und lausigem Immunsystem geerbt hat? Seit ich die Alternativmedizin für mich entdeckt habe, geht es mir besser. Impfungen aber stecke ich noch heute schlecht weg.

Bevor ich schwanger war, erklärte man mir, dass es zum Kindswohl ein Muss sei, sich als werdende Mama gegen Keuchhusten zu impfen. Da ich Konzerte in Planung hatte, fragte ich, ob ich Symptome kriegen könnte. Es wurde mir versichert: nein. Ich liess die Spritze zu, worauf mich nach langer Abwesenheit meine altbekannten Kollegen Asthma, Husten und Rückenschmerzen besuchten. Meine Leber war überfordert, die Stoffe zu entgiften.

Der grösste Witz ist, dass mir die Kinderärztin letzte Woche eröffnete, dass es für den Purzel nur dann etwas gebracht hätte, wenn ich diese Keuchhustenimpfung in den letzten Schwangerschaftsmonaten gemacht hätte. Und ich frage mich nun: Wenn mein Körper auf eine Keuchhustenimpfung so reagiert, wie soll dann Buebli mit einer Diphtherie-Tetanus-Polio-Keuchhusten-Hib-Bombe klarkommen?

Es gilt wie immer: auf den eigenen Bauch hören und die Konsequenzen tragen.


Jaëls Videoporträt

Video: Elena Bernasconi

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