10. November 2017

Katz wie Kind

Fidel ist nicht der Lover meines Liebsten, sondern sein Sohn. Das macht die Sache aber nicht unbedingt einfacher.

Fidel und Marc in Zwiesprache via Facetime
Die böse Stiefmutter ist auch ein Katzenkörbli und ermöglicht dem abwesenden Fidel-Papi eine Facetime-Session mit seinem Kleinen.
Lesezeit 1 Minute

Der Start dieser Kolumne war schief, meint mein Liebster inzwischen. Nicht, dass ich damit gar nicht erst hätte beginnen sollen. Im Gegenteil: Mein Freund freut sich über den Fame von Fidel, den ich ihm mit dem Millionenpublikum vom Migros-Magazin schenke. Aber der Titel und die Bezeichnung, die ich seinem Kater in meinen Texten jeweils gebe, seien grundfalsch.

Fidel sei nicht sein Lover. Fidel sei sein Sohn. Das Kätzchen sei abhängig von ihm wie ein Kind – und er nehme diese Verantwortung halt ernst, sehr ernst.

Madre Mia! Leute, die ihre Haustiere als Kinderersatz betrachten, waren mir schon immer suspekt. Manchmal bezeichnet sich mein Surferboy sogar als Fidel-Papi – und ich bin folglich die Stiefmutter, die böse natürlich.

Dass der Kater kein geplantes Kind war, macht die Sache nicht besser. Er ist zugelaufen, als mein Freund noch mit einer anderen Frau liiert war. Oder besser gesagt, der frühere Nachbar bat beim Wegzug, mein Liebster möge die Katze doch bitte übernehmen.

Kind oder Katze, geplant oder ungeplant. Es ist immer dasselbe: Sind sie erst mal da, sind die Väter unglaublich stolz auf sie – und delegieren die damit verbundenen Verpflichtungen gern an ihre Partnerinnen.

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