16. Mai 2018

Kahlfrass im Blumenbeet

Blumenfreunde tun gut daran, bei der Sortenwahl auf eine gewisse Schneckenresistenz zu achten.

Nacktschnecke frisst Blumen
Der Schrecken aller Gärtner: Eine Spanische Wegschnecke in Aktion.
Lesezeit 2 Minuten

Am Wochenende haben wir ein befreundetes Pärchen besucht. Die beiden hatten im vergangenen Jahr ein älteres Hüsli mit etwas Umschwung übernommen und üben sich seither mit wenig Ahnung, aber viel Begeisterung im Renovieren (ER) und Gärtnern (SIE).

Während ER meinen Herzensmann wegen der optimalen Deckenisolationsdicke und der korrekten Entsorgung von Eternitplatten lochte, lotste SIE mich zu ihrem neu angelegten Blumenbeet.

Was soll ich sagen, der Anblick war sehenswert, wenn auch nicht erbaulich: Stiefmütterchen, Tagetes, Lupinen, Rittersporn – mehr oder weniger alles war an- respektive abgefressen. Einzig eine einsame, verblühte Tulpe hatte das Massaker überlebt.

Die schleimig weissen Spuren allüberall machten rasch klar, dass eine Horde Spanischer Wegschnecken über das Blumenbeet hergefallen war. Eigentlich nur folgerichtig, hatte meine liebe Freundin in ihrem begeistertem Nichtwissen im Gartencenter doch vor allem die Lieblingsblumen der Füdlibluttschnecken ins Poschtiwägeli gepackt.

Item: Wir haben dann gemeinsam die Überreste der Lupinen und des Rittersporns in ein paar grössere Töpfe evakuiert in der Hoffnung, dass sie nochmals austreiben. Die Überbleibsel der Stiefmütterchen und Tagetes hingegen sind auf dem Kompost gelandet.

Anschliessend haben wir die Namen von ein paar Blumensorten zusammengetragen, die von den Schnecken (gewöhnlich, aber ohne Garantie!) links liegen gelassen werden. Ich gehe deshalb davon aus, dass die nächste Blumenbeetführung etwas erbaulicher sein wird.

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