17. September 2018

Käufliche Liebe

Monica Müller meistert den Alltag mit Kindern meist mit Humor. Oft ist sie auch unschlüssig, wie sie reagieren soll. In der aktuellen Folge von «1, 2 oder 3?» herrscht der Kapitalismus im Kinderzimmer.

Ein Kuss - wofür?

Der Kleine (3) verteilt Zärtlichkeiten nicht auf Knopfdruck. Wünscht man sich eine Umarmung oder einen Kuss, sagt er immer wieder auch entschieden: «Nein!» Der Grosse (8) schätzt das gar nicht, vor allem wenn er sein Brüderchen gerade unbedingt herzen will. Und so versucht er es mit Tricks. «Ich geb dir ein Fussballbild, wenn du mir einen Kuss gibst», sagt er etwa. Der Kleine, schon gross im Feilschen, erwidert: «Zwei!» Schliesslich einigen sie sich darauf, gemeinsam zum Kiosk zu gehen und dort ein Päckchen mit fünf Bildern zu kaufen. Nach der Shoppingtour werden die Bilder und Küsse gerecht verteilt – und alles ist gut. Bis der Papi heimkommt, sich hinkniet, um den Kleinen in seine Arme zu schliessen. «Zwei Franken», sagt der kleine Kapitalist.

Und jetzt?

1, 2 oder 3?

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