27. März 2018

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Mutter und Sohn haben den neuen Film gesehen - und mit den zwei Helden mitgefiebert.

Jim Knopf - Der Film
Zwei Freunde, die durch dick und dünn gehen. (Bild: Warner Bros.)

Jim Knopf gibt es schon als Buch, Hörspiel und Musicaltheater. Neu erzählt auch ein Film die Geschichte des Jungen, der als Baby in einem Paket nach Lummerland kommt und sich zusammen mit Lukas dem Lokomotivführer auf eine abenteuerliche Reise begibt. Die zwei Freunde gelangen bis nach Kummerland, wo Prinzessin Li Si in den Fängen des Drachens Frau Mahlzahn in einem Schulzimmer des Schreckens gefangen ist.

Das sagt der Sohn (7) zum Film
«Mir hat der Film sehr gut gefallen. Jim und Lukas erlebten so viele Abenteuer und bestanden sie alle! Besonders cool finde ich, wie Lukas die Wachen des Kaisers von Mandala im Kampf bezwang, fast ein bisschen wie Obelix, wenn er mit den Römern kämpfte. Meine zweite Lieblingsszene ist, wie Jim mit einer Steinschleuder dem gefürchteten Drachen Frau Mahlzahn die Brille vom Gesicht schiesst. Frau Mahlzahn ist eine fiese Lehrerin, sie behauptet beispielsweise, dass 8 mal 6 nicht 48, sondern 40 gibt, einfach nur, um Li Si zu plagen. Das würden meine Lehrerinnen zum Glück nie machen.

Ich hatte ganz viele Gefühle im Kinosaal: Als Emma durch die einbrechende Schlucht brauste, hatte ich Angst. Über die Grimassen des Halbdrachens Nepomuk musste ich fest lachen. Und als die Wache Emma beim Eingang nach Kummerland in ihrem Drachenkostüm ganz genau musterte, wurde ich richtig nervös ...

Ich finde den Film noch cooler als das Theater, weil es keine Unterbrechungen gibt, um ein neues Bühnenbild aufzubauen und weil er auch länger dauert. Jim bewundere ich, weil er so mutig ist und nie aufgibt.»

Lokomotive Emma ist auch ein Boot (Bild: Ilze Kitshoff/Warner Bros.).

Das sagt die Mutter (43) zum Film
Mit der Verfilmung von Klassikern ist es so eine Sache: Hat man eine Geschichte als Kind vorgelesen bekommen und erzählt sie den eigenen Kindern eines Tages auch, festigen sich die eigenen Bilder im Kopf. Ein Film muss es also mit der Fantasie aufnehmen – und da steht doch einiges auf dem Spiel. So habe ich mich mit gemischten Gefühlen in den Kinosaal gesetzt und ihn schliesslich positiv überrascht wieder verlassen.

Lummerland kommt zauberhaft altmodisch daher, König Alfons ist ein liebenswerter Freak, Jim Knopf und Lukas sind Helden mit Herz und Humor. Die Geschichte ist temporeich erzählt, und skurrile Figuren wie der Scheinriese Tur Tur oder das Kindeskind Ping Pong sind wunderbar gelungen. Manche Bilder aus dem Film vervollständigen schwammige Bilder im Kopf. Andere verflüchtigen sich wieder, als das Licht im Saal angeht. Das schöne Gefühl, dass Freunde mit Mut die Welt retten können, bleibt hängen.

Das Migros-Magazin ist Medienpartner des Films «Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer».

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