18. Oktober 2017

Jetzt ist Warmeinpacken angesagt

Hobbygärtnerin Almut Berger verrät, was man im Oktober im Garten erledigen sollte.

Diverse Stauden
Der Agapanthus kommt ins Haus, die Topfchrütli werden mit Laub isoliert.
Lesezeit 2 Minuten

Allgemeine Arbeiten

Droht Frost? Dann ist es höchste Zeit, kälteempfindliche Zimmer- und Kübelpflanzen reinzuräumen: Ideal sind helle Räume mit einer Temperatur um zehn Grad. Ausgepflanzte Exoten wie Tessinerpalme oder Japanische Faserbanane werden mit Laub, Stroh oder Rindenhumus bedeckt und anschliessend mit Vlies eingepackt. Es empfiehlt sich, den Winterschutz nach windigen Tagen zu kontrollieren.

Keine Frage, das Laub muss runter vom Rasen, damit dieser nicht gammelt. Unter Gehölzen und im Staudenbeet hingegen darf es als Wärmedecke liegen bleiben. Froh über einen wärmenden Laubhaufen sind auch die Igel. Ich selber verwende Laub übrigens gern auch dazu, Topfpflanzen, die draussen bleiben, zu isolieren (Bild oben).

Herbstlaub
Jetzt fallen überall die Blätter.

Bist du stolzer Besitzer eines Gartenteichs, dann wäre es an der Zeit, abgestorbene Pflanzenteile zu entfernen. Damit verhinderst du eine Überdüngung und verminderst du die Algenbildung im nächsten Frühling. Wer jetzt noch neue Beete anlegt, kann im Frühling gleich lospflanzen. Sehr lehmigen Boden würde ich mit Sand verbessern, eine Kompostgabe nährt. Apropos Kompost: Vergiss nicht, Ende Oktober den Haufen noch einmal umzusetzen. Eine mühsame Arbeit, ich weiss, aber Komposterde heisst nicht umsonst «Gold der Gärtner».

Bäume und Sträucher

Für viele Ziersträucher und Bäume ist der Herbst der ideale Zeitpunkt für Neupflanzungen – vorausgesetzt, der Boden ist noch nicht gefroren. Wuchernde Sträucher und Gehölze (mit Ausnahme der Frühjahrsblüher) werden im Bohnebluescht-Garten nun heftig zurückgeschnitten. Damit erhalten sie (und übrigens auch mein Nachbar!) Licht und Luft. Mit den gehäckselten Ästen und Zweigen lege ich jeweils Gartenwege an. Heckenhäcksel mögen übrigens auch die Heidelbeeri!

Häckselweg
Upcycling: Gehäckselte Äste und Zweige ergeben nette Wegli.

Blumen

Lilien werden idealerweise im Spätherbst gepflanzt. Ebenfalls in den Boden wollen Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen und Hornveilchen. Wer jetzt schon Klatschmohn sät, profitiert im nächsten Juni. Einige Rosen blühen bis in den Winter hinein. Ein Schneiden ist nur sinnvoll, wenn die Temperaturen bereits sehr niedrig sind.

Noch können Prachtstauden wie Rittersporn und Phlox geteilt und neu platziert werden. Verwelkte Stauden kannst du jetzt zurückschneiden. Aber bitte nicht Tabula rasa machen: Purpursonnenhut und Fetthenne beispielsweise tragen Samenstände, die auch im Winter attraktiv sind. Und: Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier.

Obst und Gemüse

Die meisten Obstgehölze werden von Oktober bis Mitte November gepflanzt. Ausnahmen sind «Gfrörli» wie Pfirsich, Quitte, Aprikose, Kiwi, Walnuss und Traube. Letzter Aufruf für Herbststeckzwiebel und Knoblauch. Das gilt auch für die Setzlinge von Ruccola und Mizuna, einem japanischen Senfkohl. Gesät wird jetzt noch Wintersalat und Nüssler.

Sonnenblumenköpfe
Die Sonnenblumen werden im Winter als Vogelfutter in den Einsatz kommen. Unbedingt gut trocknen!

Mit einer dicken Lage Stroh oder Laub kannst du Rüebli und Pastinaken vor Frost schützen. Langsam, aber sicher sollten auch die letzten Kartoffeln aus dem Boden. Einige Gemüsesorten bekommen mit dem ersten Frost übrigens ein besseres Aroma, so auch der Rosenkohl. Zu gross gewordene Rhabarberexemplare kannst du jetzt teilen. Anschliessend kannst du sie im eigenen Garten wieder einbuddeln – oder verschenken.

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