19. Januar 2018

Im Altersheim

Der Kater wird älter und älter - und Fidelhausen wird immer mehr zum Pflegeheim.

Das für den Katzensenior adaptierte Badezimmer: Stufe für Stufe zur Katzenklappe.
Das für den Katzensenior adaptierte Badezimmer: Stufe für Stufe zur Katzenklappe.
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Das Alter hat seine Tücken: Die Augen werden schlechter, die Kraft nimmt ab, und das Gehör lässt nach. Was den Menschen Mühe macht, ist für einen Kater eine wahre Katastrophe. Zur Erinnerung: Fidel hätte bald 87 Menschenenjahre auf dem Buckel.

Der Pelz ist inzwischen so taub, dass er uns nicht mehr nahen hört. Insbesondere nachts kam er deswegen schon ein paar Mal unter meine Füsse, wenn er auf dem Boden liegt und ich auf dem Gang zur Toilette schlaftrunken durch die Wohnung torkle.

Auch der Gleichgewichtssinn des Seniors hat abgenommen. Früher stolzierte er auf dem Rand der Badewanne zu seiner Katzenklappe, heute liegt dort eine Styroporplatte, die so breit ist, dass das Kätzchen sicher nicht in die Wanne stürzen kann.

Schweren Herzens habe ich diese geriatrischen Vorrichtungen bei meinem Einzug akzeptiert, wie so vieles andere auch in Fidelhausen. Seit Neustem liegt nun auch noch eine Styroporplatte auf dem Fussboden vor der Wanne. Denn inzwischen hat der Rentner auch an Sprungkraft eingebüsst.

Einverstanden: Es hat schon etwas wehgetan, dem Hochbetagten zuzusehen, wie er sich jeweils mühsam mit den Krallen am WC-Deckel hochzog. Auch Katzen möchten in Würde altern, meinte mein Liebster.
Jetzt muss der Methusalem dank der Bodenplatte rund zehn Zentimeter weniger Höhe überwinden. Das ist schön für Fidel, aber ich frage mich zuweilen schon, was da noch alles auf mich zukommt.

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