11. Juli 2017

Ich packe meinen Koffer

Wenn der Twindad die Verantwortung fürs Reisegepäck übernimmt, fehlt bestimmt etwas. Allein ist er damit nicht.

koffer packen und tschüss sagen kermit
Manchmal ists gar nicht so einfach, den Koffer richtig zu packen (Blid: Pixabay).
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«Entschuldigung?» Ein junger Vater stoglet mit seinem Töchterchen im Arm die Treppe des Doppelstockzugs zwischen Zürich und Bern hinunter. «Dürfte ich von euch eine Windel ausleihen?» Seine Frau sei eben nicht da, und da gehe halt mal was vergessen.

Überaus charmant. Lachend reichte ich ihm die Pampers. Lachend, weil ich weiss, dass es mir wohl genauso gehen würde. Fast unter Garantie fehlt immer genau das, was im dümmsten Moment benötigt wird. Wasser, Getreideriegel, Äpfel, Feuchttücher oder eben Windeln. Nur ans Bier denke ich immer. Macht der Gewohnheit ...

Item. Genauso sicher wie das Notwendige noch daheim aufm Tisch statt in der Tasche ist, ist, dass noch in jeder kruden Situation eine Lösung gefunden werden kann. Mit einem kolossalen Unterschied: Junge, etwas ungeschickte Väter wirken sympathisch. Aber wehe, eine Mutter vergisst etwas ...

Zumindest gefühlt ist es so, dass Vätern eher ein Fehler zugestanden wird als Müttern. Warum? Keine Ahnung. Das ist nicht nur unfair, sondern setzt viele Frauen unter einen unmenschlichen Druck, perfekt sein zu müssen. Dabei weiss man: Das ist gar nicht möglich, und das ist gut so.

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