13. September 2018

Hoteltipps für ein langes Wochenende

Welches Hotel hat den schönsten Spa? Wo trinkt man die besten Weine? Und wer serviert die raffiniertesten Menüs? Zehn Topadressen im In- und nahen Ausland

Country House Montessino, Piemont (I)
Für den perfekten Aufenthalt im Piemont: Country House Montessino in Ottiglio (I). (Bilder: Reto E. Wild, PD)

Country House Montessino, Ottiglio (I)

Bei einem Piemont-Besuch geht die Gegend der Grafschaft Monferrato im Norden oft vergessen – obwohl die Landschaft mit ihren sanften Hügeln seit 2014 zum Unesco-Welterbe gehört. Im Herzen dieser Region, auf einer Anhöhe ein paar Kilometer vom Dorf Ottiglio entfernt, haben Claudia und Alessandro Cardamone-Brombin vor über einem Jahr ein fast 170-jähriges Winzerhaus mit viel Liebe in das «Country House Montessino» verwandelt.

«Ich habe hier meinen Lebenstraum erfüllt», sagt Claudia Cardamone. Die Schweizerin bereitet täglich ein kleines, aber feines Frühstücksbuffet mit lokalen Spezialitäten und eigenem Zopf zu. Aus dem ehemaligen Reitstall ist zusätzlich eine kleine Wellnessoase entstanden – mit Sauna, Fitness- und Yogaraum. Über 50 Oliven- und Obstbäume sowie ein kleiner Swimming- und Whirlpool zieren den Umschwung, am Horizont zeichnet sich bei guter Sicht der Alpenkamm ab.

Zur Auswahl stehen sechs Zimmer sowie ein Ferienhäuschen für Familien mit Kindern ab 140 Euro. In den individuell eingerichteten Zimmern, die ein wenig an die Provence erinnern, hängen expressionistische Werke von Alessandro Cardamone.

Château Hochberg, Wingen-sur-Moder (F)

Im touristischen Niemandsland, eine Stunde nördlich von Strassburg, und damit noch immer im Elsass, befindet sich das wunderschöne Hotel und Restaurant Hochberg, mitten im regionalen Naturpark der Vogesen. Der Wald ist sehr nah, und es ist so ruhig, dass man den Ruf des Kuckucks hört.

Das intime Vier-Sterne-Hotel im unter Denkmalschutz stehenden, 150 Jahre alten Schloss wurde erst kürzlich eröffnet und gehört dem Schweizer Silvio Denz. In den Aufenthaltsräumen und den wunderschön gestalteten Zimmern des «Hochbergs» wird mit Licht gespielt, mit Paneelen aus Glas und Kristall sowie mit Spiegeln.

Die luxuriöse Villa René Lalique mit ihrem Zwei-Michelin-Sterne-Restaurant befindet sich nur ein paar Fahrminuten vom «Hochberg» entfernt. Sogar zu Fuss kann man das Glasmuseum von Lalique besuchen.

Overlook Lodge by Cervo, Zermatt VS

Das Cervo Mountain Boutique Resort mit seinen sechs Chalets hat sich in Zermatt einen Namen für luxuriöse Ferien gemacht. Nur 300 Meter davon entfernt, hoch über Zermatt wurde im Oktober 2017 die Overlook Lodge by Cervo eröffnet. Dabei handelt es sich um fünf Appartements – vom Studio mit 22 Quadratmetern bis zur Penthouse-Ferienwohnung mit drei Schlafzimmern, drei Badezimmern, einer riesigen Küche sowie Wohn-
und Esszimmer mit Cheminée.

Immer dabei: die atemberaubende Aussicht aufs Matterhorn, Transfers ab/bis Bahnhof Zermatt, Nespresso-Kaffee und Sirocco-Tee, hochwertige Bettwäsche und Pflegeprodukte von Molton Brown. Die im Alpenchic mit viel Holz und Stein gestalteten Appartements richten sich an Leute, die Wert auf Individualität legen und kein Problem damit haben, auch das Frühstück selbst zu organisieren. Man kann gegen einen Zuschlag von 35 Franken auch im «Cervo» essen oder sich einen Frühstückskorb bestellen. Die Migros erreicht man in weniger als zehn Fussminuten. Restaurants gibt es in Zermatt allerdings genug, etwa die «Schäferstube», die bekannt ist für Raclette, Trockenfleisch und Lammspezialitäten.

Gams Geniesser- & Kuschelhotel, Bezau/Vorarlberg (A)

Das Vier-Sterne-Haus, eine Autostunde von St. Gallen entfernt, bezeichnet sich als «romantischstes Kuschelhotel der Alpen». Und die Affiche ist Programm: «Wir wollten ein Angebot, das wetter- und saison­unabhängig ist, und haben uns ganz dem Thema ‹Zeit zu zweit› verschrieben», erklärt Unternehmerin Ellen Nenning (45) das Konzept ihres Hotels. «Das trifft die Menschen mitten ins Herz, denn es gibt nichts Wertvolleres, als Zeit mit seinem Schatz zu ­verbringen.»

Das «Gams» hat 58 Zimmer, zwei Restaurants und ein modernes Spa mit Aussenpool. Und es ist nur für Paare: Einzelreisende und Familien müssen sich eine andere Adresse suchen. Im relativ hohen Pauschalpreis sind das Frühstücksbuffet, ein kulinarisch hochstehender Mehrgänger am Abend sowie der Eintritt ins «Da Vinci Spa» inbegriffen. In der Küche steht der Pfälzer Zwei-Hauben-Koch Sascha Hoss, Sommelier Reinhard Bischof verantwortet über 10 000 Weinflaschen.

Hotel Ritter, Durbach (D)

Das Winzerdorf Durbach im Hochschwarzwald ist umgeben von steilen Rebbergen. Im Dorfkern steht seit 360 Jahren das Hotel Ritter . Das von der Familie Müller umsichtig geführte Vier-Sterne-Superior-Hotel mit 87 Zimmern und dem 1200 Quadratmeter grossen Wellnessbereich bietet ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, wie man es selbst in Fünf-Sterne-Häusern nicht antrifft.

In der gemütlich-urchigen badischen Ritter-Stube stehen regionale Spezialitäten auf der Karte, das Gourmetrestaurant «Wilder Ritter» ist mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Hier zelebriert André Tienelt seine Menükreationen. Es lohnt sich, mindestens zwei Nächte zu buchen, damit man beide Restaurants geniessen kann. Wählen Sie Durbacher Weine zum Essen!

Astoria Hotel, Seefeld/Tirol (A)

Das traditionsreiche Seefelder Fünf-Sterne-Ferienhotel Astoria mit seinen 89 grosszügigen Zimmern überrascht gleich beim Check-in: Im Übernachtungspreis inbegriffen ist eine Messung der Herz-Raten-Variabilität. Populärer ausgedrückt: Markus Scheyrer, Vitalcoach und Leiter des Spa, führt für Interessierte einen Stresstest durch. «Die Gäste erhalten von uns ein Update, um die Ferien nützlich zu verbringen.» Scheyrer rät, mehr Zeit zum Entspannen einzuplanen.

Das Astoria Alpin-Aktiv-Spa mit Garten und Blick in die Tiroler Berge ist dafür prädestiniert. Das erhöht danach den Genuss im von Gerhard Schmutz seit vielen Jahren umsichtig geführten Hotelrestaurant gleich doppelt. Ebenfalls im Preis inbegriffen ist die «Olympiaregion Seefeld Card» zum Entdecken der Region.

Hotel Bareiss, Baiersbronn-Mitteltal (D)

Die kulinarische Hauptstadt Europas ist nicht etwa Paris, sondern das etwas gesichtslose Baiersbronn mitten im Schwarzwald, das 16 000 Einwohner und drei Restaurants mit insgesamt acht Michelin-Sternen beherbergt. Im 28-plätzigen Gourmettempel des Fünf-Sterne-Hotels Bareiss ist Küchenchef Claus-Peter Lumpp mit drei Michelin-Sternen und 19 GaultMillau-Punkten dekoriert. Der Weinkeller ist mit 23 000 Flaschen bestückt.

Wer keine Lust auf Gourmetmenüs hat, geht in die «Dorfstube» des Hotels und findet schwäbisch-badische Küche wie geschmorte Lammschulter. Das auf einer Anhöhe im nördlichen Schwarzwald gelegene, familiengeführte Spitzenhotel ist Mitglied von Relais & Châteaux und «Best of Southwest Germany».

Hotel Huus, Saanen-Gstaad BE

Vor knapp zwei Jahren öffnete das grösste Hotel im Saanenland seine Tore: Das einstige «Steigenberger» oberhalb von Saanen heisst seither «Huus» und zählt 136 Zimmer und Suiten. Das Vier-Sterne-Haus überzeugt mit seinem frischen Stil, der grosszügigen Bar in der Lobby (der Hingucker ist auf Instagram inzwischen sehr bekannt), einem grossen Spa-Bereich, zwei Restaurants, einem «Chäs-Chalet» und dem «Stollen». So heisst der unterirdische Bar- und Loungebereich, der für private Feiern und Veranstaltungen zur Verfügung steht.

Den Gästen wird ein Aktivitätenprogramm mit Ausflügen ins Saanenland ohne Aufpreis angeboten. Das «Huus», Mitglied der Design-Hotels, eignet sich für aktive Paare und Familien. Der Nachwuchs geniesst eine spezielle Betreuung, den Kinderspielplatz und ein eigenes Frühstücksbuffet.

Travel Charme Ifen, Kleinwalsertal (A)

Exakt auf 1111 Meter über Meer, im Dorf Hirschegg, befindet sich das einzige Fünf-Sterne-Hotel des Kleinwalsertals: Es heisst Travel Charme Ifen und erreicht in dieser Bewertung als einziges Hotel in sämtlichen Kategorien die Maximalnote. Das Ifen eröffnete 2010 nach einer aufwendigen Renovation und hat 125 Zimmer, die mindestens 35 Quadratmeter gross sind.

Die Gäste können zwischen zwei Restaurants wählen: Im «Theo’s», wo auch das Frühstücksbuffet aufgebaut wird, wird abends ein Dreigänger serviert, und im «Kilian Stuba» zaubert der junge Koch Sascha Kemmerer, was ihm 17 Gault-Millau-Punkte und einen Michelin-Stern einträgt. Unterstützt wird er vom Pfälzer Restaurantleiter und Sommelier Roland Gunst, der schöne Weine zu den Gerichten empfiehlt.

Castello di Villa, Isola d’Asti (I)

Ein barocker Herrschaftssitz aus dem 17. Jahrhundert bildet das Fundament des Sunstar-Boutiquehotels Castello di Villa in Isola d’Asti, der Heimat der dünnen Brotstangen Grissini und des Barberas. 20 Zimmer mit 40 Betten und ein 12 Meter langer Aussenpool gehören zum Angebot des Hotels im südlichen Teil des piemontesischen Monferrato.

Im Keller lagern 300 verschiedene Weine, die die Gäste persönlich inspizieren und zum Essen auswählen können. Der langjährige Zürcher Hoteldirektor Peter Müller steht beratend zur Seite. Das historische Haus liegt ruhig und sonnig auf einer Anhöhe in der Nähe der Rebberge, am Rand des schmucken Dorfs Isola d’Asti. Asti ist nur 15 Autominuten entfernt, Alba 25. Und dazwischen kann man zahlreiche Weingüter respektive deren Weine entdecken. Der Hotelier hilft auch hier gern mit Adressen aus.

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