15. August 2017

Hobbylos?

Brave New Girl fragt sich bei Freunden, wo denn die Lieblingsbeschäftigungen von früher hingekommen sind.

Ein Hobby am Haken
Ein Hobby am Haken? (Bild: Pixabay.com)
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Als Kind gehörten Hobbys irgendwie dazu. Wir spielten Fussball oder Klavier, machten uns im Pferdestall nützlich, besuchten einen Mal- oder einen Theaterkurs, waren bei den Pfadfindern dabei. Wir turnten, musizierten und spielten, was das Zeug hielt.
Mindestens einmal pro Woche. Wir schlossen Freundschaften, konnten uns abreagieren, lernten etwas fürs Leben und vergassen dabei zumindest zeitweise den langweiligen Schulalltag.

Und heute? Schaue ich mich so um, was die Menschen in meinem Umfeld mit der Zeit nach Feierabend anfangen, sieht die Bilanz recht deprimierend aus: Die meisten gehen nach Hause, sitzen vor dem Bildschirm, bestellen sich etwas beim Pizzakurier und quälen sich vielleicht noch kurz ins Gym. Mehr nicht.

Neulich fragte ich meine Freunde, was denn aus ihren Kindheitshobbys geworden sei. Die meisten gaben zu, dass das Hobby irgendwann dem Berufsalltag gewichen sei. Kommt erschwerend hinzu, dass auch die Eltern nicht mehr ständig in der Nähe sind, die einen früher daran erinnerten, wie wichtig die Freizeitaktivität ist.

Ich hätte da einen Vorschlag: Warum, liebe Leserinnen und Leser, holen Sie nicht mal ihre verstaubte Sportausrüstung aus dem Keller? Oder streunen Sie mit ihrer besten Freundin durch die Wälder, so wie einst! Oder packen Sie doch ihr Musikinstrument wieder aus! In der Schweiz gibt es im Übrigen rund 100'000 Vereine. Daneben bieten sich zig Kurse für so ziemlich alles an – vom Angeln für Neulinge bis hin zu Yoga auf dem Surfbrett.

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