11. April 2018

Gemüsegarten – geplant

Die Gartenbloggerin organisiert ihren Gemüsegarten neu. Und greift daher für einmal nicht zu Schaufel und Hacke, sondern zu Stift und Papier.

Gartenplan
Die Theorie zur (Gemüsebeet-)Praxis.

Dieser Tage bin ich mir selbst untreu geworden: Ich habe mich nämlich tatsächlich mit Block, Massstab und diversen Stiften an den Esszimmertisch gesetzt und einen Plan für meinen Gemüsegarten gezeichnet.

Normalerweise mach ich mir Anfang der Gartensaison zwar schon so meine Gedanken, was ich diesmal pflanzen könnte. Und meistens schreibe ich auch eine Poschtiliste. Nur ist es dann auch meistens so, dass ich erstens nicht nur das kaufe, was ich mir notiert hatte – und mir meine Planung eh wieder auf den Kopf stellt.

Und zweitens bekomme ich im Laufe der Gartensaison häufig von lieben Gartenfreundinnen und -freunden überzählige Pflanzen in die Hand gedrückt, wie beispielsweise den Meerrettich letzte Woche. Was mir meine Planung eh wieder auf den Kopf stellt.

Wie planst du deinen Gemüsegarten?

Kettenreaktion wegen Terrassentür

Diesmal war es nun aber so, dass wir die im Februar angedachte Reaktivierung der Terrassentür zum Gemüsegarten tatsächlich an die Hand genommen haben.

Mit der Konsequenz, dass ich nun tatsächlich einen Teil des Schneckenzauns versetzt und zwei zusätzliche Palettenrahmen als Hochbeete installiert habe.

Aufbau der Hochbeete respektive Palettenrahmen
Rechteckig, praktisch, gut: Palettenrahmen machen sich bestens als Hochbeete.

Mit der Konsequenz, dass die bisherige Beetaufteilung plötzlich hinfällig war.

Gemüsegarten von oben
Der Gemüsegarten von oben. In ein paar Wochen grünt es hier hoffentlich heftig.

Mit der Konsequenz, dass ich mich (siehe Foto ganz oben) tatsächlich mit Block, Massstab und diversen Stiften an den Esszimmertisch gesetzt habe.

Dort hab ich dann erst einmal ein, zwei Stunden nachgedacht, gemalt und gegümelet, nachgedacht, gemalt und nochmals gegümelet, Gartenbücher gewälzt, Pflanzenlisten geschrieben und wieder verworfen, nochmals gegümelet und erneut gemalt.

Abschliessend bin ich dann ins Gartencenter meines Vertrauens gefahren und hab mein Poschtiwägeli – für einmal tatsächlich gemäss Poschtiliste! – mit blauen und weissen Kohlräbli, diversen Salaten, Steckzwiebeln und Radieslisömli gefüllt.

Diese hab ich jetzt erst einmal alle – für einmal tatsächlich gemäss Plan – in den Hochbeeten verbuddelt respektive gesteckt respektive gesät. In den Hochbeeten darum, weil ich diese recht einfach gegen Frost schützen kann.

Hochbeet mit Salat
Im Hochbeet vorn wachsen Schnittsalat, Steckzwiebeln und Radiesli.
Hochbeet mit Kohlrabi und Salat
Im hinteren Hochbeet, das dank selbstgebautem Deckel auch ein Frühbeet ist, gedeihen Kohlrabi und Krachsalat.

Dass ich mich für einmal ganz diszipliniert an meine Poschtiliste gehalten habe, mag sicherlich auch daran liegen, dass man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht viel mehr oder anderes verbuddeln respektive stecken respektive säen kann.

So, wie ich mich kenne, bin ich mir ziemlich sicher, dass spätestens mit den Eisheiligen auch meine Disziplin und damit mein Plan zum Teufel ist. Wetten?

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