Leser-Beitrag
02. Januar 2018

Gedanken zum neuen Jahr

Was beschäftigt Leser Florian Riner zu Beginn des Jahres 2018, und was seine Nichte?

Viel Sorge oder (Vulkan-)Spass zum Jahreswechsel?

Was soll ich meiner Nichte sagen, wenn sie mich zum Jahreswechsel fragt: Warum sind am Fernseher immer diese schlimmen Bilder? - Schau mal, ...

Draussen kracht und blitzt es. Mitbürger schiessen mit überschüssigen Geld Emotionen in den Nachthimmel.

... vor hundert Jahren, 1918 ...

Incas starb, der letzte Karolinasittich Nordamerikas. Bis zu Trumps Wahl zum Präsidenten, dachte man, die Papageienart sei ausgestorben. Die Zeit lehrt uns Besseres.

Geboren 1918: Taufaʻahau Tupou IV, ab 1965 König von Tonga. Asylanten aus Tonga findet man selten. 

Willi Ritschard, SP, hat bewiesen, dass man auch als Arbeiter etwas erreichen kann.

«Je höher der Affe klettert, desto besser sieht man seinen Hintern.»

Ja, die letzten Jahre stiegen viele Persönlichkeiten hoch hinauf. Soziale Medien, zu denen alle Menschen Zugang haben (sollten), zogen aber schnellen Kletterern die Hosen runter.

Doch leider werden solche Affen immer wieder gedeckt. Ehemalige Studentenvereine, Clubs, unendliche Verbindungen schweißen unsere Vorbilder, Politiker und Führer zusammen. Undurchdringlich.

Steuerflucht: Müssten sich Länder nicht hinterfragen, aus welchen Gründen ihre Bürger versuchen, zu überleben, Geld auf die Seite schaffen. Aufgedeckt werden von der Presse natürlich die Grossen, die bringen Schlagzeile.

Bei uns, in der Schweiz, ein Tabuthema. Aber, hat der Arbeitnehmer die Frist von dreissig Tagen nicht genutzt, besteht keine Chance mehr auf Eingabe. Im Gegensatz zum Staat. Ungerecht. (Was soll der Kleine machen, wenn ihm der Grosse das Geld stiehlt.)

Onkel, ich verstehe dich nicht. Können wir den Vulkan anzünden?

2018. Dieser Jahresanfang bereitet mir, seit Jahren wieder einmal, Ängste, schlaflose Nächte. Ein Student aus Bern beflügelt die Schlagzeilen, konkurriert mit dem Papagei aus Amerika. Weihnachtsmärkte werden umbenannt, aus Rücksicht. In der europäischen Politik keimen Erpressungsversuche auf. Staat, Kantone und Gemeinden sparen bei den Ärmsten.
Vielleicht schweißt uns das Alles wieder zusammen. Ein wenig Stolz auf Nationalität ist kein Makel. Das heißt nicht, dass wir fremdenfeindlich sind. Doch müssen gewählte Politiker auch auf unserer Seite stehen. In Gemeinden und Staat.
(Ab-)Wählen steht bald wieder an, das einzige Werkzeug einer sogenannten Demokratie.

Ich setze meine Nichte in gebürendem Abstand hin, knipse mit dem Feuerzeug den Docht des Vulkans an. Die farbigen Sterne, Glitzer schiessen in den Nachthimmel.

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