Leser-Beitrag
23. August 2017

Gedanken zum ersten Schultag

Wenn das Kind nicht gleich am ersten Tag alles kann... Daniela Schlegels offener Brief zum Schulbeginn.

der erste Schultag
So anstrengend wie schön: der erste Schultag. (Bild: Pixabay.com)

Jetzt geht's los! Mit dem neuen Schulthek (Schulranzen) ab in einen neuen Lebensabschnitt; neues Gebäude, neue Kinder, neue Lehrpersonen, der Schulweg, Pausen, still sitzen, aufstrecken, staunen und vieles mehr.

Dann meldet sich eine Mutter bei mir und sagt, Daniela die Lehrerin findet mein Kind unruhig und schwatzhaft, ich soll es abklären.

Liebe Lehrpersonen, ich weiss, ihr meint es gut, aus Sorge, Erfahrung oder anderen Beweggründen. Ich finde es auch toll, dass ihr hinschaut, wahrnehmt und Anteil nehmt.

BITTE LASST DEN KINDERN ZEIT, SICH AN DIE NEUE SITUATION ZU GEWÖHNEN, ALLES IST NEU, DA WIRD GESCHAUT, KONTAKTE GEKNÜPFT, AUFREGUNG UND UNSICHERHEIT SIND DA.

Ich weiss, dass wir ganz viele wunderbare Lehrer haben, für die das klar ist, und dafür bin ich dankbar.

LIEBE MÜTTER UND VÄTER, LASST EUCH NICHT GLEICH VERUNSICHERN, HÖRT AUF EUREN BAUCH UND GESUNDEN MENSCHENVERSTAND. EUER KIND IST RICHTIG MIT DEN GEFÜHLEN, DIE ES IM MOMENT HAT.

Schaut, dass eure Unsicherheit sich nicht auf das Kind überträgt. Stellt euch vor, dass ihr immer noch mit einer imaginären Nabelschnur mit dem Kind verbunden seid. Wenn ihr als Eltern Stress habt, hat euer Kind auch Stress.

Also tief durchatmen, alles wird gut – und falls doch Herausforderungen warten, werden ihr euch als Eltern die richtigen Begleiter ins Boot holen, damit es euch und eurer Familie gut geht.

Herzliche Grüsse, Daniela Schlegel

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