08. Juni 2018

Fussball-WM to go

Die Spiele des Nationalteams kann man nicht nur zu Hause auf der Couch verfolgen. Es gibt auch mehrere Möglichkeiten, unterwegs mitzufiebern.

Männerrunde mit Handy
Wer Shaqiri & Co. am Handy verfolgen will, braucht eine gute und schnelle Mobilfunkverbindung (Bild: Standret/Shutterstock).

Wenn die Nati am 17. Juni um 20 Uhr ihr erstes Spiel gegen Brasilien bestreitet, sind nicht nur Zuschauer auf der heimischen Couch im Fussballfieber. Schliesslich ist dann Sonntag, und vielleicht geniessen noch viele an Seen, Flüssen oder in Parks mit Freunden oder der Familie das schöne Wetter. Das erste WM-Highlight also schon verpasst? Nein, schliesslich lassen sich die Spiele auch draussen in geselliger Runde mit dem Smartphone oder Tablet verfolgen.

Ohne zusätzliche Hardware funktioniert das per Streaming. Die App Play SRF (kostenlos für Android und iOS) zeigt alle WM-Spiele auf SRF 2 im Livestream. Aber auch Streaming-Apps wie Zattoo, Wilmaa, Teleboy oder Swisscom TV Air zeigen die Spiele, erst für ein Abo in HD-Qualität oder Spezialfunktionen wie Replay zahlt man.
Idealerweise befindet man sich mit seinem Smartphone oder Tablet in der Nähe eines WLAN, dann fallen keine Datenübertragungskosten an, und die Internetverbindung ist schnell genug für WM-Bilder ohne Aussetzer. Aber auch zu Hause taugt das Smartphone mal eben schnell in der Küche oder im Garten als zweiter Bildschirm.

Ohne WLAN braucht es jedoch eine gute und schnelle Mobilfunkverbindung. Zudem fliessen pro Spiel etwa 1 GB an Bilddaten, in HD-Auflösung noch deutlich mehr. Das dürfte das schnelle Inklusivvolumen der meisten Mobilverträge bereits ausreizen. Sinn ergibt Streaming per Mobilfunk daher nur mit einem Vertrag, der unlimitiert schnelles Surfen vorsieht.

Eine Alternative ist, sich die Spiele über das terrestrische Digitalfernsehen DVB-T auf Smartphone oder Tablet anzusehen. Weder Internetverbindung noch Abo sind hierfür nötig, nur ein Empfangsgerät. In der Schweiz ist die Empfangsqualität dabei auch im Aussenbereich allgemein gut (siehe: broadcast.ch/empfangsgebiet ).
Empfangsgeräte für Smartphones oder Tablets, die man einfach in deren Lightning- (bei iPhone/iPad) oder Micro-USB-Anschluss (bei Androidgeräten) steckt, sind mittlerweile handlich, erhältlich sind sie aber nur noch von wenigen Herstellern wie Logilink.

Flexibler und nicht viel teurer sind separate, Akku-betriebene DVB-T-Empfangsgeräte wie die von Terratec, Telestar oder Logilink. Die etwa zigarettenschachtelgrossen Kästchen werden an eine Stelle mit gutem Empfang gelegt und versenden dann das TV-Programm per WLAN-Verbindung. Dabei ist es gleichgültig, ob man ein iPhone, iPad, ein Android-Gerät oder ein Windows- oder Apple-Notebook mit dem Empfangsgerät verbindet. Allerdings können die Kästchen nicht wie ein Hotspot mehrere Geräte gleichzeitig mit Bildern versorgen, sondern jeweils nur ein einzelnes. Einige Kästchen beherrschen neben DVB-T auch noch das hochauflösende DVB-T2, das unter anderem in Deutschland gesendet wird. Dieser Standard wird aber in der Schweiz nicht verwendet und läuft auch im Ausland nur auf sehr leistungsfähigen Smartphones ruckelfrei.

Ob Streaming oder DVB-T - in jedem Fall saugt das über zwei Halbzeiten eingeschaltete und draussen noch auf grössere Helligkeit eingestellte Display sowie der WLAN- oder Funkempfang stark am Akku der beteiligten Geräte. Zumindest für Smartphone und Tablet ergibt es daher Sinn, für den Notfall unbedingt eine Powerbank mitzunehmen, die das Gerät im Zweifelsfall auch noch bis zum Elfmeterschiessen mit Strom versorgt.

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