18. April 2018

Freilaufhühner hinter Gittern

Die Gartenbloggerin muss die Freiheit ihrer Freilaufhühner beschneiden. Schweren Herzens zwar, aber schliesslich will sie ihren Salat gern selber essen.

Gartenzaun ums Gemüsebeet
Momentan ist er noch sehr auffällig, der neue Staketenzaun. Spätestens in ein paar Monaten sollte er aber ähnlich diskret vergraut sein wie das Baumhaus im Hintergrund.

Wie fleissige Leser meiner Kolumne wissen, hühnern im Bohnebluescht-Garten aktuell vier Hühner herum. Die da heissen Pokemon, Idefix und The Pingus.

So weit, so gut. Was weniger gut ist, dass die Disziplin Ersterer zwei mit dem Einzug Letzterer zwei im letzten Spätsommer heftig gelitten hat: Während die beiden Zwerg-Wyandotten Pokemon und Idefix nämlich immer brav ausserhalb des gerade mal 30 Zentimeter hohen Schneckenzauns rund um den Gemüsegarten gescharrt und schnabuliert haben, sind die beiden Zwerg-Orpingtons gleich erst einmal ins Salatbeet eingefallen.

Huhn im Gemüsebeet
Eins der Pingus vergangenes Jahr im Salat

Ich denke, ich muss hier nicht genauer ausführen, was das für Konsequenzen für den Salat hatte. Und auch um ein Haar für die beiden Übeltäter. Wobei wir dann doch nicht ganz so weit gegangen sind, wie von meinem Herzensmann verlangt: Es gab KEIN Poulet zum Znacht.

Item: Da die Gartensaison damals eh schon zur Neige ging, beschloss ich, die Disziplinierung per Wasserpistole auf das nächste Gartenjahr zu verschieben. Im Lauf des Winters musste ich dann aber erkennen, dass es sich bei den beiden Pingus um zwei Hartgesottene handelt, die selbst bei dickstem Schneegestöber und sintflutartigen Regengüssen noch im Garten rumhühnerten, während die anderen beiden nicht einmal mehr ein Hühnerbein vor die Stalltür setzten. Somit war klar, dass mein Salat selbst dann nicht sicher wäre, wenn ich zum Wasserwerfer greifen würde.

Und darum habe ich mich – wenn auch schweren Herzens – entschieden, die grosse Freiheit unserer Freilaufhühner zu beschneiden, und zwar mithilfe eines Staketenzauns aus Kastanienholz. Ursprünglich wollte ich zwar bloss einen Geflügelzaun in Netzform ziehen, aber erstens sind die Dinger potthässlich, und zweitens bin ich mir ziemlich sicher, dass es The Pingus irgendwie geschafft hätten, sich unten durch zu zwängen.

Pfosten einschlagen für den neuen Gartenzaun
Mein Herzensmann am Draufhauen

Nach einer samstäglichen Hauruck- respektive Haudraufaktion läuft der Staketenzaun nun mehr oder weniger um den Gemüsegarten herum und trennt den Blumen- und Beerigarten inklusive Hühner vom restlichen Garten ab. Was Letztere nicht wirklich zu stören scheint. Okay, es ist ja auch nicht so, dass sie nun zu wenig Platz zum Scharren und Schnabulieren hätten. Nur an den Salat, da kommen sie jetzt definitiv nicht mehr ran. Vorausgesetzt, ich lasse das Gartentörli nicht offen stehen ...

Gartenzaunbau rund um den Gemüsegarten
Einmal ringsherum
Gartenzaun rund um den Gemüsegarten
Und hier noch das Ganze von oben. Rumgehühnert wird nun im hinteren Teil.
Selbstgebautes Ganrtentor
Marke Eigenbau: das Gartentörli, das bestens funktioniert, solange man es schliesst.
Gartenzaun rund um den Gemüsegarten
Der linke Teil gehört dem Gemüse, der rechte den Hühnern.

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