09. Februar 2018

Fragiles Schlüsselbein

Der flache und dünne Knochen verbindet den Arm mit dem Körper. Da er ungeschützt unter der Haut liegt, ist er anfällig für Brüche.

Auf dem Snowboard ist das Sturzrisiko gross
Beim wilden Ritt mit dem Snowboard ist das Sturzrisiko gross – und damit auch die Gefahr, sich das Schlüsselbein zu brechen. (Bild: Getty Images)

Vor allem ältere Personen sind von Knochenbrüchen betroffen, da Dichte und Festigkeit der Knochen mit dem Alter abnehmen. Beim Schlüsselbein aber ist es anders. Dieser Knochen, der den Brustkasten mit den Armen verbindet, liegt direkt unter der Haut und ist aufgrund seines dünnen «Schutzpolsters» (Unterhautfettgewebe) vor Gewalteinwirkung relativ ungeschützt. Deswegen ist der Schlüsselbeinbruch vor allem bei jungen Menschen verbreitet, die bei ihren Freizeitaktivitäten gern Tempo haben und auf dem Bike oder dem Snowboard den Nervenkitzel geniessen wollen.

Wenns bricht, braucht es den Arzt
In Fachkreisen wird dann von einer Klavikulafraktur gesprochen. Mit drei Prozent aller Brüche gehört sie zu den häufigsten Frakturen am menschlichen Körper. Dies geschieht in den meisten Fällen nach einer direkten, starken Einwirkung auf den Knochen.

Wenn nach dem Unfall beim Bewegen des Arms sehr starke Schmerzen entstehen, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass das Schlüsselbein gebrochen ist. Zudem kann es an der verletzten Stelle zu einer Schwellung, einem Bluterguss und manchmal sogar zu einer Deformierung kommen. Eine genaue Diagnose kann jedoch nur der Arzt stellen. Darum ist es wichtig, bei Verdacht auf einen Schlüsselbeinbruch den Arm möglichst ruhig nach unten zu halten und so rasch wie möglich einen Arzt aufzusuchen.

Fixieren und warten
In den meisten Fällen kommt eine konservative Therapie mit einem Rucksackverband, Fixierungsring oder einer Armschlinge zum Einsatz. Die betroffene Stelle verheilt dann von selbst. Nur in seltenen Fällen, wenn der Knochen verschoben oder mehrmals gebrochen ist, kommt es zu einer Operation. Danach beträgt die Heildauer in der Regel bei Kindern vier und bei Erwachsenen sechs Wochen.

In Zusammenarbeit mit Medbase

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