13. April 2018

Flohalarm in Fidelhausen

Der Kater schleppt Ungeziefer ins Haus. Also eigentlich ins Bett.

Ein Flohträger
Es juckt: Katzenflöhe nehmen ihr Blutmahl notfalls auch bei Menschen ein.

Auch wenn man nach dem Durchfall behaupten könnte, ich sei zimperlich: In Sachen Hygiene bin ich ziemlich abgehärtet – schliesslich war ich schon monatelang als Backpackerin in Südamerika unterwegs.

In südamerikanischen Betten habe ich auch schon die Bekanntschaft mit Wanzen und Flöhen gemacht. Die Beissspuren dieser fiesen Viecher lassen sich sehr gut von Mückenstichen unterscheiden. Wenn sie ihre Blutmahlzeit einnehmen, beissen sie Strassen in die Haut: einen roten Punkt da, einen zweiten ein paar Zentimeter weiter und so fort.

Kürzlich habe ich eine solche Strasse auf meiner Haut entdeckt. Nach einer Nacht in Zürich, in unserer Wohnung, in unserem Bett, unter unserer Decke.

In einem schäbigen Hotel abgestiegen bin ich letztmals vor einem halben Jahr. Und überhaupt: Komme ich von solchen Reisen nach Hause, achte ich peinlichst darauf, alles, was kontaminiert sein könnte, direkt in die Wäsche zu befördern.

Ich habe garantiert nichts eingeschleppt, und mein Liebster hält sich nur in edlen Häusern auf. Bleibt nur ein möglicher Verdacht: Fidel.

Eigentlich kein Wunder. Ein Flohhalsband darf man dem Pelz nämlich keines anziehen – Monsieur mag keine Bändeli um seinen werten Hals.

Mein Liebster meint, sein Lover trage sicher kein Ungeziefer in seinem Haar. Er selber habe schliesslich auch keine Flohbisse. Und überhaupt: Wenn ich ich überzeugt sei, dass ich unter Parasiten leide, könne ich ja ein Flohhalsband tragen.

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