05. Januar 2018

Feinstaubalarm in Fidelhausen

Einen Kater hatte der Kater an Silvester zwar nicht. Der Jahreswechsel hat ihm aber trotzdem zugesetzt.

Feuerwerke bringen Fidel nicht aus der Fassung
Feuerwerke bringen Fidel nicht aus der Fassung. Aber der Feinstaub in der Silvesternacht bescherte ihm einen Schnupfen. (Bild mit Feuerwerk-Hintergrund: iStockPhoto)
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Der Kater ist mit einem Schnupfen ins Neue Jahr gerutscht. Schuld sind die Feuerwerke an Silvester, ist mein Liebster überzeugt. Ich habe ihn ausgelacht, bis ich auf der Seite des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) gelandet bin. Dort heisst es: Älteren Personen und Personen mit chronischen Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen muss empfohlen werden, die unmittelbare Nähe von Feuerwerken zu meiden – und was für ältere Menschen gilt, trifft wohl auch auf einen hochbetagten Kater zu, der in Gehdistanz zum Zürcher Seebecken wohnt.

Herr und Frau Schweizer kaufen pro Jahr 1800 Tonnen Feuerwerkskörper und erzeugen damit 320 Tonnen Feinstaub. Zwar ist das bloss zwei Prozent der jährlichen Gesamtbelastung. Aber trotzdem: Der Qualm tritt am 1. August und am 31. Dezember geballt auf. Zudem sind die Feuerwerke zum Jahreswechsel besonders heimtückisch. Das Bafu warnt: Besonders bei kalten Temperaturen und Inversionslagen bleiben die Schwebepartikel länger in der Luft.

Immerhin: Über den Krach der Böller musste sich der Lover meines Liebsten nicht aufregen. Schliesslich ist er nun schon seit einigen Jahren stocktaub. Zudem scheinen Katzen in der Regel weniger schreckhaft zu sein als etwa Hunde. Dafür bin ich dem Pelz unendlich dankbar, denn ansonsten hätte sein Besitzer wahrscheinlich darauf bestanden, den Silvester in Fidelhausen zu verbringen. So aber konnten wir aufs Land flüchten – nach verbranntem Schwarzpulver hat es aber leider auch da gerochen.

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