10. Februar 2014

Exportland Schweiz

Welche Branche am meisten Güter ins Ausland exportiert und wie sich hierzulande die Preise entwickelt haben. Zehn wissenswerte Fakten.

Die Pharmaindustrie exportiert am meisten Güter ins Ausland
Die Pharmaindustrie exportiert am meisten Güter ins Ausland (Bild: iStock Photo).

1. Beliebte Pillen: Seit Jahren ist die Pharmabranche in der Schweiz führend, was Exporte angeht. Sie trägt mehr als ein Drittel zum gesamten Ausfuhrvolumen des Landes bei. Insgesamt werden im Ausland mit Medikamenten 79 Milliarden Franken eingenommen.

2. Tick Tack: Ausserhalb der Landesgrenzen sind Schweizer Uhren sehr beliebt. Für die Zeitmesser fliessen jedes Jahr über 44 Milliarden Franken in unsere Kassen. Gemessen an dieser Zahl geht es der Branche so gut wie nie: 2009 waren es noch 12 Milliarden weniger.

Schweizer Maschinen sind im Ausland noch sehr gefragt
Schweizer Maschinen sind im Ausland noch sehr gefragt (Bild: iStock Photo).

3. Fein- und Grobmotorik: Schweizer Maschinenbauer verstehen ihr Handwerk. Sie stehen mit einem Exportvolumen von 33 Milliarden auf dem Bronzeplatz. Gefahr, diesen in den nächsten Jahren zu verlieren, besteht trotz zehnprozentigen Rückgangs nicht. Dafür ist der Vorsprung auf die Nächstfolgenden zu gross.

Florierende und andere Branchen

4. Papierlose Zukunft: Die schlimmsten Einbussen musste nur die Papierindustrie hinnehmen. Die Exporte sanken im Vergleich zum Vorjahr um ganze 13 Prozent. In Zahlen: Seit 2009 fehlen 700 Millionen Franken in den Kassen. Schlechter geht es niemandem.

Wächst derzeit am stärksten: Exporte von Antiquitäten
Wächst derzeit am stärksten: Exporte von Antiquitäten (Bild: iStock Photo).

5. Ölschinken: Kunstgegenstände und Antiquitäten florieren dagegen. Die Exporte von Liebhaberstücken ins Ausland nahmen um mehr als 22 Prozent zu. Der Anteil am Gesamtvolumen ist mit 0,7 Prozent zwar noch verschwindend klein, aber das muss ja nicht so bleiben.

Wer kauft unsere Waren?

Deutschland ist wichtigster Handelspartner der Schweiz
Deutschland ist wichtigster Handelspartner der Schweiz (Bild: iStock Photo).

6. Freunde im Norden: Wichtigster Handelspartner ist Deutschland. Der grosse Kanton importiert etwa gleich viel Waren wie ganz Asien. Beide geben jeweils über 40 Milliarden Franken pro Jahr für Schweizer Produkte aus.

Silberplatz bei den importierten Schweizer Gütern nehmen die USA ein
Silberplatz bei den importierten Schweizer Gütern nehmen die USA ein (Bild: iStock Photo).

7. USA, USA, USA: Auf dem zweiten Platz folgen die USA. Jedes zehnte Exportgut das unsere Grenze überquert, wandert in die Vereinigten Staaten. Dafür bezahlen die Amis jährlich 23 Milliarden Franken.

8. Spendable Nachbarn: Die Plätze drei und vier belegen unsere Nachbarländer Frankreich und Italien, die jeweils Waren im Wert von rund 15 Milliarden Franken importieren.

Und im Inland?

9. Kaum Veränderungen: Die Preise hierzulande sind sehr stabil. Laut dem Landesindex der Konsumentenpreise bewegen sich die Schwankungen bei der Hälfte aller Produkte und Dienstleistungen unter einem Prozent.

Erfuhr die grösste Teuerung: Kohlgemüse
Erfuhr die grösste Teuerung: Kohlgemüse (Bild: iStock Photo).

10. Teurer Rosenkohl: Veränderungen im zweistelligen Bereich gibts lediglich deren fünf: Und zwar zahlten wir verglichen mit dem Vorjahr für Kohlgemüse über 16 Prozent und für Steinobst über 10 Prozent mehr. Günstiger wurden dagegen Damenbekleidung (13 Prozent) und Fernsehgeräte (11 Prozent).

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