16. Juli 2018

Ein Blick hinter die Kulissen der M-Industrie

Zwei Gewinnerpaare des M-Industrie-Wettbewerbs entschieden sich für einen Besuch bei der Mifroma und der Riseria. Ihr Fazit: viele interessante Eindrücke gewonnen – und eine neue Wertschätzung für Käse und Reis.

Käsekeller der Mifroma in Ursy FR
Mifroma-Mitarbeiter Marius Buchs (links) führt Francianne und Bernhard Huwiler durch den imposanten Käsekeller in Ursy FR. (Bild: Elena Bernasconi)

Viel Zeit für Wettbewerbe hatte das Ehepaar Huwiler bislang nicht. Die vergangenen Jahrzehnte lebte das Ehepaar aus Schliern BE im Ausland, zuletzt in Myanmar. «Ich musste meine Pensionierung abwarten, um erstmals in meinem Leben einen Wettbewerb zu gewinnen», lacht der frühere Deza-Mitarbeiter Bernhard Huwiler. Umso mehr freute er sich mit seiner Frau Francianne, zu den Gewinnern der M-Industrie-Verlosung zu gehören. Sie durften sich eine Führung in einem von 10 M-Industriebetrieben auswählen und entschieden sich für Mifroma: Die Migros-Tochter verarbeitet über 30’000 Tonnen Käse pro Jahr – einen Grossteil davon am Hauptsitz im freiburgischen Ursy. Trotz der riesigen Dimensionen wird dort aber keine Massenware produziert: «Mifroma arbeitet bei der Beschaffung mit über 150 Käsereien zusammen und wählt nur die besten Laibe für die Weiterverarbeitung aus», betonte Betriebsleiter Alain Raymond.

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Einen Vormittag lang wurden die Huwilers an intelligenten Schneid-, Reib- und Verpackungsmaschinen vorbeigeführt und in das Handwerk des «Affineur de Fromages», des Käseveredlers, eingeführt. Höhepunkt des Rundgangs war der Käsekeller von Ursy, wo auf 5000 Quadratmetern bis zu 100’000 Laibe Gruyère lagern. «Es war definitiv die richtige Entscheidung, Mifroma auszuwählen», sagte Bernhard Huwiler, während unablässig Gabelstapler vorbeisausten. Zum Abschluss genoss das Ehepaar ein feines Fondue, wobei Francianne Huwiler resümierte: «Eines ist klar, wenn ich jetzt in der Migros Käse kaufe, werde ich diesen mit ganz anderen Augen ansehen und viel bewusster auswählen.»

Besuch in der grössten Reismühle der Schweiz
Ebenfalls einen Blick hinter die Kulissen eines M-Industriebetriebs durften Monika Schweizer und Roman Benz aus Männedorf ZH werfen. Sie entschieden sich für die Riseria, die Reismühle der Migros in Taverne unweit von Lugano. «Wir hatten noch nie davon gehört und freuten uns auf die Reise ins Tessin», so Monika Schweizer. Unternehmensleiter Daniel Feldmann sowie Gerardina Furlani (Marketing) führten das Food-affine Paar durch die grösste und leistungsfähigste Reismühle in der Schweiz. 24 Mitarbeiter verarbeiten hier jedes Jahr 15’000 Tonnen Rohreis zu über 100 verschiedenen Fertigprodukten. Neben Klassiker wie Risotto aus Norditalien auch Basmati und Jasmin aus eigenen Anbauprojekten in Indien und Thailand oder, zum Erstaunen der beiden Gäste, auch Raritäten wie Tessiner Risotto-Reis aus dem Maggia-Delta bei Ascona.

Monika Schweizer und Roman Benz in der Spedition der Riseria
Der frisch gemahlene Reis ist noch warm: Monika Schweizer und Roman Benz in der Spedition der Riseria in Taverne TI. (Bild: Kian Ramezani)

Besonders beeindruckt waren Monika Schweizer und Roman Benz von der enormen Sortenvielfalt – weltweit werden über 20’000 verschiedene Reissorten angebaut – und dass die Riseria ihre Produkte fortlaufend frisch in die Läden liefert. «Garantiert glutenfrei, weil in der Riseria ausschliesslich Reis verarbeitet wird», ergänzt Daniel Feldmann. «Ich hatte vorher schon jedes einzelne Reiskorn wertgeschätzt, nun noch umso mehr», sagte Monika Schweizer beim Abschied. «Es war ein super spannender Nachmittag, der uns noch lange in sehr guter Erinnerung bleiben wird.»

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