04. Februar 2019

Die Steuerabzüge für das Privatvermögen

Jeannette Schaller, die Leiterin Finanzplanung bei der Migros Bank, gibt Tipps zur Berechnung der Vermögenswerte.

Haus
Bild: Getty Images

Vier Tipps zur Berechnung Ihrer Vermögenswerte:


1. Vorsorge: Von der Einkommenssteuer dürfen Sie die Beiträge in die Säule 3a, Einkäufe in die Pensionskasse und die Nachzahlung fehlender AHV-Beiträge für die letzten fünf Jahre abziehen. Als weitere Abzüge sind Krankenkassenprämien (ohne Prämienverbilligung), Versicherungsprämien und Sparzinsen möglich – bis zu mehreren Tausend Franken.


2. Vermögensverwaltung: Auch der private Vermögensaufbau dient der Selbstvorsorge. Steuerlich abzugsfähig sind Depot-, Kontoführungs- und Tresorgebühren und die Kosten für ein Steuerverzeichnis. Mehrere Kantone erlauben einen Pauschalabzug von 0,5 bis 3 Promille des Vermögens – bis zu einer Maximalhöhe.


3. Schuldzinsen: Von der Einkommenssteuer dürfen Kredit- und Verzugszinsen abgezogen werden, nicht aber Leasingzinsen und -raten. Auch nicht abzugsfähig sind die Baukredit- und Baurechtszinsen – beim Bund und bei den meisten Kantonen.


4. Wohneigentum: Wer seine Immobilie selbst bewohnt, muss dies als Eigenmietwert beim steuerbaren Einkommen angeben. Im Gegenzug sind Hypothekarzinsen, Unterhalt, Gebäudeversicherungsprämien und die Kosten für die Verwaltung durch Dritte abziehbar. Geltend machen können Sie entweder die tatsächlich anfallenden Kosten oder eine Pauschale – je nachdem, welche Variante vorteilhafter ist. Achtung: Für die nächsten Jahre zeichnen sich die Abschaffung des Eigenmietwert und die Einschränkung der Unterhaltsabzüge ab. Es empfiehlt sich also, nötige Renovations- und Umbauarbeiten schon bald zu tätigen, um noch von den aktuellen Abzugsmöglichkeiten zu profitieren. 

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