19. Juni 2019

Die richtigen Zahlungsmittel für die Ferien

Um die Ferien unbeschwert geniessen zu können, braucht es auch die richtige Kombination von Geldmitteln. Die Migros Bank erklärt, woran Reisende in Europa, China oder den USA im Vorfeld denken sollten.

Gut vorbereitet zu den bekanntesten Reisezielen der Welt
Gut vorbereitet zu den bekanntesten Reisezielen der Welt (Bild: iStockphoto)
Lesezeit 3 Minuten

USA

Kartenzahlung: Kreditkarte geht fast immer
Die gängigen Kreditkarten werden fast überall akzeptiert. Viele Hotels oder Mietwagenfirmen verlangen sogar Kreditkarten, zumindest für die Reservation. Die Maestro-Karte eignet sich hingegen primär für die grösseren Einkäufe in Geschäften sowie für Bancomat-Bezüge.

Maestro-Karte: freischalten lassen
Aus Sicherheitsgründen ist das Einsatzgebiet bei der Migros Bank auf Europa eingeschränkt. Die «geografische Gültigkeit» kann aber vorübergehend für andere Kontinente erweitert werden – via E-Banking, Mobile-Banking-App oder die Service­Line +41 848 845 400.

Bargeldbezug: die Travel-Cash-Karte als Alternative
Trotz Freischaltung kann es vorkommen, dass Geldabheben mit der Maestro-Karte nicht möglich ist – vor allem an wenig frequentierten Bancomaten. Achte auf das blaue Cirrus-Zeichen: Diese Automaten akzeptieren Maestro. Eine Alternative ist die Prepaidkarte Travel Cash mit Guthaben in US-Dollar. Sie kommt beim Bargeldbezug (5 Franken pro Transaktion) günstiger als die Kreditkarte (mindestens 10 Franken). Achtung: US-Bancomat­Betreiber können eine zusätzliche Transaktionsgebühr erheben.

Trinkgeld: willkommener Zustupf
Angestellte im US-Dienstleistungssektor erhalten oft nur den gesetzlichen Mindestlohn. Sie sind auf Trinkgeld angewiesen. In Restaurants sind mindestens 15 Prozent angebracht. Zimmerpersonal sollte 1 bis 2 Dollar pro Aufenthaltstag erhalten, Kofferträger 1 Dollar pro Gepäckstück und Taxifahrer 10 bis 15 Prozent des Rechnungsbetrags.

EUROPA

Kartenzahlung: alles geht
In europäischen Ländern werden gängige Kreditkarten fast überall akzeptiert. Für die Automiete empfiehlt sich die Kreditkarte, für die Auto-Reservation ist sie meist ohnehin Pflicht. Auch Maestro-Karten sind in Europa breit einsetzbar – diejenigen der Migros Bank sind in Europa standardmässig freigeschaltet.

Bargeldbezug: Vorsicht bei zusätzlichen Gebühren
Wer in Ländern wie etwa Spanien oder Griechenland Bargeld am Bancomaten bezieht, erhält vielfach die Meldung: «Möchten Sie, dass dieser Vorgang auf Ihrem Konto in Ihrer eigenen Währung belastet wird?» Wenn du mit einer Schweizer Maestro-Karte Euro beziehen willst, empfiehlt es sich, hier mit Nein zu antworten. Sonst wird der Betrag zu einem für dich meist ungünstigeren Kurs in Franken umgerechnet.

Trinkgeld: unterschiedliche Landessitten
In vielen europäischen Ländern sind Trinkgelder von 5 bis 10 Prozent üblich, in Grossbritannien und Irland gar solche von bis zu 15 Prozent. Mehr Informationen findst du unter den Reiseinformationen auf der Mobile-Banking­App der Migros Bank.

CHINA

Kartenzahlung: genügend Bargeld mitnehmen
In Geschäften und Hotels grosser Städte werden die gängigen Kreditkarten akzeptiert. Ausserhalb von grossen Zentren ist Plastikgeld nicht flächendeckend einsetzbar. Deshalb empfiehlt es sich, genügend Bargeld mitzunehmen; am besten US-Dollar für den Geldwechsel vor Ort.

Maestro-Karte: Gültigkeit erweitern
Auch mit der Maestro­Karte lässt sich in grösseren Städten bezahlen oder Bargeld am Bancomaten beziehen. Achtung: Das Einsatzgebiet von Maestro-Karten bleibt bei der Migros Bank aus Sicherheitsgründen auf Europa eingeschränkt. Auch für China muss die Gültigkeit vorab erweitert werden. Das geht im E-Banking, in der Mobile-Banking-App oder auf der Service-Line +41 848 845 400. Beim Bargeldbezug mit der Maestro-Karte kann wie mit der Kreditkarte am Bancomaten eine Zusatzgebühr durch den lokalen Betreiber anfallen.

Bargeldwechsel: nicht auf Renminbi sitzen bleiben
Für den Geldwechsel in die Lokalwährung Renminbi eignen sich vor allem ausserhalb der grossen Städte US-Dollar. Die Kurse bei Banken sind meist vorteilhafter als in Hotels oder Wechselstuben. Achtung: Renminbi können in der Schweiz nicht zurückgetauscht werden.

Trinkgeld: inzwischen stark verbreitet
Galten Trinkgelder in China früher als verpönt, sind sie heute weit verbreitet. In Restaurants sind 10 Prozent üblich, Hotels und Hotelrestaurants verrechnen aber oft schon einen Zuschlag von 10 Prozent – üblich ist ein zusätzliches Trinkgeld bei gutem Service.

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