06. Dezember 2017

Die Perlenschwester in Down Under

Sieben Schwestern auf der Suche nach ihren Wurzeln

Die Perlenschwester in Down Under  (Bild ExLibris)

Die irische Bestseller-Autorin Lucinda Riley hat mit Die Perlenschwester wieder einen 600-Seiter rausgehauen. Wie auch ihre sechs Schwestern ist Celaeno (CeCe) d'Aplièse ein Adoptivkind, dem seine Herkunft unbekannt ist. Die multikulturelle, offensichtlich wohlhabende Familie wohnt am Genfer See in der Villa Atlantis. Als der Vater stirbt, hinterlässt er jeder Tochter einen Hinweis; CeCe führt dieser von London über einen Zwischenstop in Thailand nach Australien.

Auf ihrer anfangs eher unfreiwilligen Reise begegnet sie am thailändischen Strand einem geheimnisvollen Mann, der sie auf die Spur von Kitty Mercer führt, eine Schottin, die vor hundert Jahren nach Australien auswanderte und dem Perlenhandel zu höchster Blüte verhalf. In Down Under kommt CeCe schliesslich, auf der Suche nach den eigenen Wurzeln, auch mit der magischen Kunst der Ureinwohner, den Aborigines, in Berührung.

Die Perlenschwester ist der vierte Schwestern-Roman von Riley. Ihm vorangegangen sind die Ausgaben Die sieben Schwestern, Die Sturmschwester und Die Schattenschwester. Es gilt also gleichsam zu hoffen und zu befürchten, dass noch drei weitere Schwestern im Roman verewigt werden und auf die Suche nach ihrer Herkunft gehen. So erscheint denn auch schon im Herbst 2018 Band 5: Die Mondschwester.

Die Perlenschwester ist ein Frauenbuch. Ein Frauenbuch für (junge) Romantikerinnen. Und als solches hat es durchaus seine Berechtigung. Es ist leicht und unkompliziert geschrieben und eine gewisse Spannung ist ihm nicht abzusprechen. Auch Liebhaber der griechischen Mythologie kommen sicher auf ihre Kosten. Schon die Namen der Schwestern – Maia, Alkeone, Asterope, Celaeno, Taygeta, Elektra und Merope – zeugen von der Vorliebe der Autorin für dieses Thema, sollen die Geschichte wohl aber auch etwas exotisch daherkommen lassen.
Die Protagonistinnen der Serie bringen auch eine gewisse Schwere und geheimnisvolle Traurigkeit mit sich, in der viele Leser/Innen bestimmt gerne schwelgen. Auch das Cover ist ausgesprochen romantisch, fast kitschig, gestaltet und geht, wie das gesamte Buch, ein bisschen an der Realität vorbei.

Wie gross die Sehnsucht nach derartigen Geschichten ist, zeigen Rileys Verkaufszahlen und die Tatsache, dass ihre Bücher auf Online-Portalen von ihrer fast ausnahmslos weiblichen Leserschaft praktisch durch die Bank weg mit der höchsten Sternezahl bewertet werden.

Alles in allem ist Die Perlenschwester eine runde Sache. Als Ferienlektüre empfehle ich das E-Book, das Druckexemplar wiegt knapp 1 Kilo.


Bei ExLibris: Die Perlenschwester

Autorin: Lucinda Riley

Verlag: Goldmann

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