Leser-Beitrag
17. Juni 2018

Die Fußballzeit

... aus dem Blickwinkel des Vierbeiners Pablo: Die kleine Alltagsgeschichte von Leser Florian Riner.

Der Hund und er Ball

Genüsslich kaut der Hund am Leder. Vom blau-weiß gepunkteten Ball bleibt nur noch ein armseliger Rest. Die Luft ist längstens draußen, so hoppelt der klägliche Rest zwischen den Vorderpfoten. Sechseckige Stücke verteilt auf dem Liegeplatz, Fäden zwischen den Zähnen, da packt Pablo das unförmige Ding mit der Schnauze, wirft es raffiniert durch die Luft, fängt es danach bellend wieder auf.

Herrchen reagiert nicht, sitzt mit Chips und Bier vor dem Fernseher. Der Hund fühlt die Aufgeregtheit.

Nein, ja, oooooh, jetzt, jajaja, neiiiiiii!!!

Mit dem Lederstück, das ihm aus dem Rachen hängt, stupst er den emotionalen Fan an die nervös strampelnden Beine.

Jetzt nicht, geh spielen.

Sein Besitzer, seltsam bekleidet mit farbiger Mütze und Schal, schubst ihn grob zur Seite.

Beleidigt leckt der Vierbeiner Essensreste vom Boden. Bei jedem Aufschrei spritzen weitere Krümel aus dem Mund des Freundes.
Wenigstens etwas Gutes bringt die Fußballzeit dem Tier. Den Kopf auf dem malträtierten Ball, wartet er liegend auf euphorische Töne aus den Boxen, weil dann jedes Mal weitere Leckereien zu Boden fallen.

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