23. April 2018

Die Erleuchtung

1951 verkauft die Migros erstmals Ständerlampen und Deckenleuchten – das freut die Kunden und verfinstert die Stimmung des Fachhandels.

Ständerlampen und Deckenleuchten in einer Migros-Filiale 1951
Neue Warenwelt: Ab Anfang der 50er-Jahre gab es in der Migros Lampen und elektrische Geräte. (Quelle: MGB-Archiv)

Heute bieten die Filialen und Fachmärkte der Migros fast jeden erdenklichen Haushalts-, Garten- und Sportartikel an – vom Sofa bis zur Spitzhacke, vom Kugelgrill bis zum Tourenvelo. Mit anderen Worten: Es ist längst selbstverständlich, dass die Detailhändlerin nicht nur Food-, sondern auch Non-Food-Produkte verkauft.

Ganz anders war das Anfang der 50er-Jahre: Damals sorgte es für viel Aufsehen, als die Migros Ständerlampen und Deckenleuchten ins Sortiment aufnahm. Erstmals gab es in einzelnen Filialen neben den Lebensmitteln auch Gebrauchsartikel: Lampen, Kühlschränke und Gemüsemühlen ebenso wie simple Strickwolle. Besonders beliebt waren die damals topmodernen Nylonstrümpfe.

Die Migros bot all diese Non-Food-Produkte in der Regel 30 Prozent günstiger an als der Fachhandel. Das begeisterte die Kundinnen und Kunden und sorgte für düstere Stimmung bei der Konkurrenz.

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