23. Februar 2018

Diabetes mit 40

Immer mehr junge Menschen sind von Diabetes Typ 2 betroffen. Die Früherkennung ist wichtig, um die heimtückische Krankheit zu therapieren und Folgeschäden zu vermeiden.

Mann isst Fast Food.
Dieser junge Mann tut sich nichts Gutes: Ein ungesunder Lebensstil kann Diabetes Typ 2 begünstigen (Bild: Tara Moore/Getty Image).

In der Schweiz leiden 500 000 Menschen an Diabetes. 10 Prozent davon sind Typ-1-Diabetiker. Bei diesen Personen zerstört das Immunsystem das Hormon Insulin, das den Blutzuckerspiegel reguliert. Diese Form bricht in jungen Jahren aus und muss mit täglichen Insulinspritzen behandelt werden.

Doch vor allem die andere Form, der Typ-2-Diabetes, verbreitet sich heute wie eine Epidemie. Die Ursache liegt hier nicht in einer Funktionsstörung des Organismus, sondern in unserem Lebenswandel. Bei Typ-2-Diabetikern produziert die Bauchspeicheldrüse nicht genug Insulin, da die Zellen «erschöpft» sind. Durch diesen Insulinmangel gelangt immer mehr Glukose ins Blut, was unseren Organismus schädigt.

Krank, ohne es zu wissen

Die Ursache für diese «Erschöpfung» der Zellen der Bauchspeicheldrüse ist in erster Linie unser Verhalten. Die meisten Typ-2-Diabetiker haben während vieler Jahre zu viel gegessen. Auch Bewegungsmangel sowie andere Faktoren wie genetische Veranlagung, Übergewicht – insbesondere in Form von Bauchfett – oder Stress spielen eine Rolle.

Die grösste Gefahr beim Typ-2-Diabetes ist, wie man über lange Zeit nicht spürt, dass man daran leidet. Ist die Krankheit ausgebrochen, manifestiert sie sich durch Symptome wie Harndrang, Blasen­infek­tionen, Haut- und ­Augenprobleme. Nicht selten wird die Erkrankung eher zufällig entdeckt – bei der Behandlung einer Folgeerkrankung oder bei einem Gesundheitscheck.

Es ist entscheidend, Diabetes frühzeitig zu erkennen. Denn durch eine Änderung der Lebensweise kann man die Krankheit stabilisieren und in manchen Fällen sogar zum Verschwinden bringen.

In Zusammenarbeit mit Medbase

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