02. August 2018

Der Knips-Knigge

Dank Smartphones können wir überall und jederzeit fotografieren und die Bilder sofort teilen. Nur weil man es kann, heisst das aber noch lange nicht, dass man es auch darf.

Lesezeit 2 Minuten

1. Wo man bedenkenlos fotografieren kann

bedenkenlos fotografieren?

In der Schweiz darf praktisch alles und jeder fotografiert werden, solange der Ort öffentlich zugänglich ist oder man sich auf öffentlichem Grund befindet. Ausnahmen sind militärische Anlagen. Auf privaten Grundstücken hat der Besitzer das Recht, das Fotografieren zu unterbinden. Dazu gehören nicht nur Privatgärten, sondern auch Bahnhöfe, Einkaufszentren, Museen, Freibäder und Festivals. Solange es aber nicht explizit verboten ist und man die Bilder nur privat verwendet, darf man knipsen und online teilen, was das Zeug hält.

2. Bei Personen gilt: aufgepasst!

Bei Personen: aufgepasst!

In der Schweiz gilt das Recht am eigenen Bild. Egal, ob auf privatem oder öffentlichem Grund: Der Entscheid, ob und in welcher Form ein Bild von einer Person aufgenommen und veröffentlicht werden darf, liegt bei dieser selbst. Verstecktes Fotografieren ist zu vermeiden, damit die fotografierte Person reagieren kann. Darunter fällt der Abdruck in einer Zeitung ebenso wie das Posten in sozialen Medien. Betroffene können auch bei Gruppenfotos oder wenn sie als Passant bei einer Sehenswürdigkeit abgelichtet werden, ihr Persönlichkeitsrecht geltend machen und die Löschung des Bilds verlangen. Bedingung ist, dass sie auf dem Bild hervorstechen. Der Schnappschuss vom Open-Air oder in der Badi darf also nicht ohne Weiteres veröffentlicht werden.

3. Erst denken, dann teilen

Denken vor dem teilen

Wer nur privat knipst, die Bilder nicht öffentlich ins Netz stellt und sie nicht für kommerzielle Zwecke verwendet, darf praktisch alles und überall fotografieren.
Bei Fotos von Personen, die man ohne deren Einwilligung macht, muss man vorsichtig sein, wenn man sie auf Facebook oder Instagram posten will. Auch wenn sich die wenigsten beschweren – das Recht dazu hätten sie. Darum: vor dem Abdrücken ­zuerst darüber nachdenken.

Besonders aufpassen muss man bei Kindern: Erst ab dem 14. Lebensjahr können diese selbstständig über die Verwendung eigener Bilder entscheiden. Davor braucht es die Einwilligung der Eltern.

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