10. Mai 2018

Der Glücksbringer

Marienkäfer gelten als Vorboten willkommener Ereignisse. Ob das stimmt oder nicht: Ihre Entwicklung von der Larve über die Puppe bis zum Käfer zu beobachten ist spannend.

Marienkäfer

Es gibt über 6000 Arten von Marienkäfern. Der bei uns bekannteste ist der Siebenpunkt-Marienkäfer. Im Frühling legen die Weibchen etwa 400 Eier auf Blätter mit Blattläusen. Denn die Marienkäferlarven ernähren sich von diesen Läusen. Die Larven sehen noch ganz anders aus als die erwachsenen Marienkäfer. Viele Menschen finden sie hässlich und wissen nicht, dass sie keine eigene Insektenart sind, sondern die Kinder der Marienkäfer.

Ihr grosser Hunger auf Blattläuse ist aber auch einer der Gründe dafür, dass die Larven bei Gärtnern beliebt sind. Wenn sie genug gefressen haben, werden sie zu Puppen. In der Hülle bildet sich ein fertiger Marienkäfer, der nach ein, zwei Monaten schlüpft. Marienkäfer gelten im Übrigen als Glücksbringer. Der Name kommt, so scheint es, von der Erzählung, dass die heilige Maria sie geschickt habe, um den Menschen gegen Schädlinge zu helfen.

Wenn du die Entwicklung von den Eiern bis zu den Käfern miterleben willst, kannst du dir im Internet eine Marienkäferzucht bestellen. Nach ein paar Wochen hast du eigene Käferchen, die du auf deinen Pflanzen aussetzen kannst. Wenn du sie anfasst, können sie übrigens einen Saft ausscheiden, der giftig ist. Vor allem für die Ameisen, die ihre Blattläuse vor dem Käfer beschützen. Aber davon erzählen wir euch ein anderes Mal.


Benutzer-Kommentare

Verwandte Artikel

Schriftzug: Warum können gewisse Tiere ihr Geschlecht ändern?

Warum können gewisse Tiere ihr Geschlecht ändern?

Illustration Taubenschwänzchen-Falter

Plüschiger Vielflieger

Claudio (links) macht einen Jungimkerkurs

Keine Angst vor Bienen – aber Respekt

Können Tiere glücklich sein?

Können Tiere glücklich sein?