02. März 2018

Der Büsi-Burger

In der Schweiz dürfen Katzen ganz legal gegessen werden. Würde sich ein Nachbar an Kater Fidel vergreifen, wäre diese eine saubere Lösung für unser Beziehungsproblem.

Süsses Tigerchen zwischen Burger-Buns
Büsi-Burger sind nur mit zarten Kätzchen zu empfehlen.
Lesezeit 2 Minuten

Als Freigänger ist Kater Fidel allerlei Gefahren ausgesetzt: Er kann unter die Räder kommen, von Nebenbuhlern verletzt werden, vom Baum stürzen oder in einem Kochtopf landen.

Letzteres ist sogar legal, also fast: In der Schweiz dürfen Katzen und Hunde gegessen werden, solange es die eigenen sind. Damit machen wir immer wieder mal Schlagzeilen in der internationalen Presse: «Warum ein Schweizer Bauer lieber Katzen als Sushi isst» , «In der Schweiz essen sie Katzen. Na und?» oder «Swiss Urged to Stop Eating Cats and Dogs» .

Aus den Artikeln geht hervor, dass diese Tradition vor allem an Weihnachten gepflegt werde. Klar, an Festtagen will man natürlich einen besonderen Leckerbissen auf dem Tisch – und wir Bergler und Bauern sind ja auch bekannt dafür, dass wir lieber unsere eigenen Bräuche pflegen, als angelsächsische Traditionen wie Truthahn, Weihnachtspudding und Ähnliches zu übernehmen.

Mein Liebster hat seine Samtpfote zwar zum Fressen gern, aber braten würde er sie natürlich nie. Bleibt also noch die Gefahr, dass sich ein Nachbar oder Dahergelaufener am Pelz vergreift. Das wäre dann nicht mehr ganz legal, aber in einem Land, in dem das Essen von Büsis nicht per se verboten ist, kann man ja dann immer noch behaupten, man hätte gedacht, es sei das eigene Tier.

Das wäre zwar eine schnelle und saubere Lösung für ein Problem in unserer Beziehung, trotzdem kann ich nur davon abraten: Der ganze Aufwand mit Töten, Häuten und Zubereiten wäre umsonst. Fidel würde garantiert auf dem Teller liegen bleiben – schliesslich ist er schon uralt und damit sicher wahnsinnig zäh.

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