14. November 2017

Das Leben abseits der Arbeitswelt

Im Blog «Migros-Lernende» schreiben vier Jugendliche jede Woche über ihr Leben während der Ausbildung und die Facetten der Berufswelt. Dazu gehört für Hotelplan-Lehrling Angéline Reichenbach auch eine sehr vielfältige Freizeitgestaltung.

Angéline Reichenbach
Austoben mit Karate. Einmal pro Woche gehe ich dafür ins Training.
Lesezeit 3 Minuten

Bereits drei Monate sind vergangen, seit ich meine Lehre als Kauffrau bei Hotelplan Suisse begonnen habe. Das bedeutet: Probezeit bestanden. Juhu! Doch diese Lehre kann sehr anstrengend sein. Nach der Schule oder dem Arbeiten bin ich meistens erschöpft und möchte einfach nur auf meinem Sofa liegen und fernsehen.

Das mache ich auch jeweils – bis die Pflicht ruft. Oft sind es Hausaufgaben, die ich für die Schule auf Donnerstag oder Freitag erledigen muss. Mit der Berufsmaturität (BMS) habe ich sogar noch viel mehr zu tun als meine Mitlernenden. Das Lernen versuche ich mir so gut wie möglich aufzuteilen, sonst käme ich am Mittwochabend total in den Stress.

Auspowern mit Karate

Zum Ausgleich gestalte ich meine Freizeit sehr vielfältig. Meine Hobbys sind nicht nur das Reisen und Entdecken, was ja irgendwie offensichtlich ist, da ich bei Hotelplan Suisse arbeite. Einmal pro Woche gehe ich ins Karate. Es hilft mir sehr, um einfach mal von all den Dingen, die zu tun sind, abzuschalten und mich auszupowern. Ich versuche, so oft wie möglich hinzugehen, auch wenn ich manchmal keine Lust dazu habe. Ich bin stolz darauf, bereits den blauen Gurt zu besitzen. Zwischen mir und meinem Ziel, der schwarze Gurt, steht jetzt nur noch der braune Gurt.

Die kreative Seite


Manchmal zeichne oder bastle ich – Landschaften, Gesichter oder selbstgemachte Geburtstagskarten. Zum Beispiel habe ich in meinen Sommerferien begonnen, mein Zimmer schöner zu gestalten. Meine Idee war es, eine Bilderwand mit allen Dingen, die ich mag, zu gestalten.

Mein Sommer-Projekt. Eine Wand
Mein Sommer-Projekt. Eine Wand mit lauter Lieblingssachen.

Ansonsten lebe ich mich allgemein gern kreativ aus. Ich schneide sehr gern Videos, stimme sie auf die Musik passend ab und schreibe einen dazugehörenden Text. Letzthin sind wir mit einigen Lernenden vom Hauptsitz von Hotelplan Suisse in den Europa-Park gegangen. Dort habe ich einen Film über die Erlebnisse des Tages gedreht.

  • master

Achterbahnen, Piraten und Schlangestehen. Unser Tag im Europa-Park.

Raus in die Natur


Natürlich unternehme ich immer wieder etwas mit Freunden. Wir gehen essen, in die Stadt oder einfach zu jemandem nach Hause und machen es uns dort gemütlich. Wir haben uns immer sehr viel zu erzählen, denn wir sehen uns nicht mehr jeden Tag wie früher in der Sekundarschule.

Am Wochenende heisst es ausschlafen. Dann gehts am Samstagnachmittag in die Pfadi. Wir unternehmen nicht nur Dinge wie Zelten oder Wandern, an das man beim Wort «Pfadi» denkt. Wir gehen auch schwimmen, Schlittschuh fahren, schlitteln, bowlen oder einfach in den Wald und reden und bräteln gemeinsam. Manchmal nehmen wir an Handball- und Unihockeyturnieren gegen andere Pfadis teil. Dort geht es vor allem darum, die Ehre seiner eigenen Pfadiabteilung zu verteidigen.

Im Grossen und Ganzen mache ich eigentlich ziemlich viel in meiner Freizeit. Zum Glück schaffe ich es momentan noch, alles unter einen Hut zu bringen. Mal sehen, wie lange das noch möglich sein wird, denn die Schule mit BMS frisst viel Zeit weg. Aber ich möchte meine Hobbys deswegen nicht aufgeben und gebe mir dementsprechend Mühe in der Ausbildung und der Schule.

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