Leser-Beitrag
08. September 2017

«Das kannst du doch nicht machen!»

Oder doch?

Hast du diesen Spruch auch schon gehört? Den kennen sicher einige von uns. Immer wenn wir was tun, was nicht der Norm oder dem Gesellschaftsdenken entspricht, was Menschen aus der Reserve lockt, zum Erstaunen bringt und gleich in eine Wertung fliesst, dann kommt dieser Spruch um die Ecke geflogen. Das kannst du doch nicht machen!

Viele fühlen sich nur dann sicher, wenn das Umfeld ist wie immer, nur dann wenn man weiss wie es läuft und man selbst weiss, was von einem erwartet wird. Doch das geht nicht allen so. Wie mit jemandem umgehen, der aus dem etwas starren Geflecht ausbrechen will, und seine eigenen Wünsche, Träume, Visionen leben und verwirklichen möchte?

Dieser Mensch traut sich, voller Freude, seinen eigenen Horizont zu erweitern. Damit zwingt er jedoch auch sein Umfeld dazu, sich mit den eigenen Gedanken und einer möglichen Horizonterweiterung auseinander zu setzen. Da ist jemand, der mit seinen Plänen, Wünschen, Visionen andere aus ihrer Reserve lockt bringt und diese mit Ihren eigenen Gedanken, Ängsten, Unsicherheiten und Werten konfrontiert.

Plötzlich stellen sich diese Menschen Fragen: «Wie würde ich reagieren, was würde ich tun, was würde ich wollen. Was wäre, wenn ich diese Chance hätte? Was möchte ich noch in meinem Leben tun, ausprobieren? Bin ich zufrieden mit dem wie es ist und es ist alles in Ordnung so? Oder reizt es mich etwas auszuprobieren ?» Und sie werden unsicher: «Nin ich nicht zu alt, darf ich das, kann ich das, soll ich das…?»

Deshalb versuchen viele Menschen die Mutigen wie an einem Gummiband wieder in das Geflecht zurück zu ziehen, sie wieder in die Normalität zu holen. Daraus resultiert, dass diese Menschen irgendwann eingehen wie eine Blume, die nicht genügend Platz, Luft und Licht bekommt.

Menschen, die sich ausprobieren dürfen, ihre Erfahrungen sammeln und ihre Potenziale entfalten können, sind glücklicher. Und weisst du was? Wenn mal was nicht gelingt: So what! Jede Erfahrung zeigt uns neue Wege auf, du brauchst sie nur zu gehen.

Veränderungen brauchen manchmal Mut, Zuspruch, Zutrauen und eine wohlwollende Haltung des Umfelds. Menschen krampfhaft zu hindern ihren Weg zu gehen, das wird immer einen faden Beigeschmack haben und irgendwann werden Konsequenzen daraus entstehen.

Ich wünsche allen Menschen einen Partner, Eltern und Freunde an ihrer Seite, die sie loslassen und ermutigen, ihre Wünsche zu verwirklichen. Wer gehen darf, kommt immer wieder freudestrahlend zurück und bereichert durch seine Erfahrung das ganze Umfeld.

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