10. November 2017

Das iPhone X im Test

Das neue brilliert: Zehn Jahre, nachdem das erste iPhone auf den Markt gekommen ist, verändert Apple das Design erstmals grundlegend. Das iPhone X legt den Grundstein für die nächste Dekade.

Lesezeit 1 Minute

So sicher, wie der FC Basel jedes Jahr Schweizer Meister im Fussball wird, so sehr war das Aussehen jedes neuen iPhones von Apple in Stein gemeisselt: Der Bildschirm hat einen grossen Rand, und unten sitzt ein runder Knopf, der Homebutton. Beides gibts beim neuen iPhone X – gesprochen «zehn» – nicht mehr. Das Gerät hat einen nahezu randlosen, qualitativ hochwertigen 5,8-Zoll-Bildschirm; der erwähnte Knopf, bisher zentrales Steuerelement, fehlt komplett.

Der erste Eindruck im Video

Video: Elena Bernasconi

Optisch ist die Veränderung ein Gewinn. Das iPhone X kommt wie aus einem Guss, ist fehlerfrei verarbeitet und zumindest aus subjektiver Sicht des Autors das schönste, das Apple je gebaut hat. Die Bedienung hingegen geht – zumindest anfangs – nicht mehr so leicht von der Hand.

Doch die Umgewöhnung auf die Gestensteuerung – von unten nach oben wischen schliesst die App, in die andere Richtung öffnet sich das Kontrollzentrum – klappt erstaunlich gut. Selbst langjährige Apple-Nutzer werden in weniger als einem halben Tag problemlos mit dem neuen System zurechtkommen.

Mit dem Gesichtsscanner bezahlen
Wenn der Homebutton fehlt, fehlt auch «Touch ID», also die Möglichkeit, das Telefon per Fingerabdruck zu entsperren. Stattdessen führt Apple «Face ID» ein: einen Gesichtsscanner, der sowohl zum Entsperren des Geräts als auch zum Zahlen mit Apple Pay oder für Käufe im iTunes-Store verwendet werden kann.

Im Test funktionierte «Face ID» äusserst präzis, in zweierlei Hinsicht: Erstens erkennt es den Besitzer innert eines Wimpernschlags, zweitens verweigert es Unberechtigten den Zugang. Anders als bei Konkurrenzprodukten war es zum Beispiel nicht möglich, das Gerät mit einem Foto zu entsperren, und auch der Test mit zweieiigen Zwillingen war nicht von Erfolg gekrönt.

Face ID ist unter anderem nur so gut, weil die verbaute Kamera von höchster Qualität ist. Bemerkbar macht sich das bei einer Fotografie unter schlechten Lichtverhältnissen, die für ein Smartphone hervorragende Ergebnisse liefert. Auch bei Porträtfotos und -selfies beeindruckt die Qualität, weil der Hintergrund automatisch verschwimmt und nur das Gesicht scharf gestellt wird. Das kommt auch einem «Spass-Feature» zugute: Emojis lassen sich neu mit Kopfbewegungen animieren.

1400 Franken kostet das Gerät mit 256 GB Speicherplatz – ein stolzer Preis. Konkurrenzgeräte von Samsung oder Huawei gibts für rund die Hälfte. Apple spielt knallhart damit, mit dem iPhone X kommende Gerätegenerationen zu definieren, und positioniert sich mit dem neuesten Wurf zuoberst im Preissegment. Ebenfalls fies: Ein Gerät mit 128 GB Speicherplatz, was für die meisten Nutzer optimal wäre, wird nicht angeboten. 

Das iPhone X lädt auch kabellos
Das iPhone X lädt auch kabellos – eine entsprechende Ladestation machts möglich.

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