28. März 2018

Das grosse Schnipseln

Wer wie die Gartenbloggerin die Samenstände der Stauden über den Winter hat stehen lassen, muss jetzt zur Schere greifen: Der Austrieb beginnt!

Staudenschneiden im Bohenbluescht-Garten
Hohle Stängel landen bis auf Weiteres neben dem Kompost, altes Laub und Vergammeltes im Kompost.

Nachdem wir uns vergangene Woche über die Kunst des korrekten Rosenschnitts unterhalten haben, gehts jetzt gleich weiter mit dem Geschnipsel. Diesmal aber weniger theoretisch als praktisch: Trotz der Wetterkapriolen der letzten paar Tage (Schnee, Regen, Schnee) habe ich mich nämlich in den Garten hinausgewagt und an diversen Stauden die Schere angesetzt.

Um all den tierischen Gartenbewohnern über den Winter zu helfen, lasse ich nämlich im Herbst jeweils möglichst viele Samenstände stehen. Das freut die Vögel, aber auch diverse Insektenarten, die gern in den hohlen Stängeln dem nächsten Frühling entgegenträumen. Daneben ist das alte Kraut auch für diverse Pflanzen ein wirksamer Winterschutz.

Hühner im Bohnebluescht-Garten
Beim Schnipseln immer mit dabei: unsere Hüehntschis. Es könnte ja was zum Fressen anfallen ...

Und diesen gilt es jetzt zu entfernen. Und zwar aus zwei Gründen: Zum einen hat der nasse und damit schwere Schnee die meisten Samenstände und Halme dermassen plattgewalzt, dass das Ganze ziemlich erbarmungswürdig aussieht und teils sogar zu vergammeln droht. Und zweitens (und das ist der Hauptgrund) spriesst zwischen all dem traurigen Braun erstes hoffnungsvolles Grün. Und das braucht Luft.

Es gibt aber noch einen weiteren Grund, jetzt zur Schere zu greifen: Haben die Stauden erst einmal Gas gegeben, wird es ziemlich mühsam, Alt und Neu auseinanderzubeineln.

Et voilà:

Fetthenne
Die jungen Triebe der Fetthenne sehen besonders hübsch aus.
Phlox
Kurzhaarfrisur für den Phlox. Auch hier blitzts bereits in Grün.
Stockrose
Die letztjährigen Blütenstände der Stockrose tragen sogar noch Samen.
Lavendel
Einen Rückschnitt gibts auch bei einem Teil der Kräuter: beim Lavendel ...
Rosmarin
... sowie beim Rosmarin. Gerade Letzterer ist ziemlich derangiert.
Himbeeren- und Brombeerenruten
Bei den Himbeer- und Brombeerruten warte ich noch einen Moment, da ich mir nicht sicher bin, was dieses Jahr trägt.

Die abgeschnittenen Halme und Blütenstände lasse ich übrigens noch für ein paar Wochen an einem geschützten Platz hinter dem Kompost liegen: So haben auch die Langschläfer unter den Insekten eine Chance, den Frühling zu erleben.


Mehr zu Hobbygärtnerin Almut Berger:

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