12. April 2018

Darum erwachen Pflanzen jetzt wieder

Im Frühjahr spriessen plötzlich wieder grüne Blätter und bunte Blüten: Die Pflanzen wachen sozusagen auf – nachdem sie geruht haben, um den Winter zu überleben.

Illustration: Pflanzenwachstum im Jahresverlauf
Sobald die Sonne Wärme schenkt, blühen Pflanzen auf.

Du kannst es gar nicht übersehen: Bäume, Büsche und Sträucher tragen seit ein paar Wochen wieder Blüten und Blätter – oder dicke Knospen, die sich bald öffnen. Denn nach den langen Wintermonaten mit kahlen Ästen erwachen die Gewächse zu neuem Leben – ein wenig wie ein Bär nach dem Winterschlaf. Zum Erwachen der Pflanzen kommt es, weil nach der Ruhezeit des Winters wieder Pflanzensaft in den Stängeln hinaufsteigt. Das gehört zur Frühlingsstrategie der Gewächse.

Pflanzen haben aber auch für die anderen Jahreszeiten einen Plan, der ihnen das Überleben sichert. Während der heissen Sommertage wird ein Energievorrat aus Stärke angelegt: Diese dient später, im Winter, als natürliches Frostschutzmittel. Im Herbst verlangsamt sich der Stoffwechsel: Die Photosynthese – also der Prozess, bei dem Blattgrün entsteht – ist nicht mehr so intensiv. Die Blätter fallen ab – so reduziert ein Baum oder Busch den Energieaufwand. Dann zieht die Pflanze den Saft aus den Ästen zurück, damit sie nicht gefriert.

Im Winter schliesslich spricht man von der Knospenruhe. Das bedeutet aber nicht, dass nichts passiert. Die Pflanze bereitet schon neue Blätter vor. Sie werden im Winter noch von den Knospen umhüllt und sind so vor Kälte und Frost geschützt.

Nun heisst es nur noch, geduldig auf höhere Temperaturen zu warten, bis die Knospen brechen. Dazu kommt es, wenn die Temperatur über mehrere Tage hoch genug ist. Und dann? Genau, dann ist Frühling!

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