Leser-Beitrag
16. Juni 2018

Business für Bohemiens

Der Buchtipp von Leser Hugo Bühlmann: über die Kunst, ein kreatives Leben zu führen und dabei Geld zu verdienen.

Business für Bohemiens

Viele Menschen träumen davon, das Leben eines Bohmeniens zu führen - Tom Hodgkinson lebt den Traum!

Sein Lebensmotto lautet: Ich werde nie in den Ruhestand gehen. Ich werde weiterhin lesen und schreiben, bis zu dem Tag, am dem ich sterbe.

Die wichtigste Frage für die Leserin oder den Leser wird lauten: Kann man in der Geschäftswelt tatsächlich ein Bohemien sein?

Ja, man kann. Künstler, Schriftsteller, Journalisten, Musiker und andere Kreative neigen im Allgemeinen dazu, einen Horror vor den Gepflogenheiten der Geschäftswelt zu haben. Begriffe wie Cashflow-Prognose, Kalkulationstabelle und Umsatzsteuererklärung rufen bei ihnen bestenfalls Langeweile und schlimmstenfalls reine Panik hervor.

Bohemiens arbeiten nicht für einen Grosskonzern, Sie arbeiten lieber als Freiberufler, Ein-Mann-Betrieb oder als Unternehmer. Sie wollen etwas Nützliches erschaffen, etwas Schönes (oder beides zugleich), und es verkaufen.

Beim Boheme-Leben geht es um Freiheit, im kreativen und schöpferischen Denken und Schaffen.

Dieses amüsante Buch ist voll mit guten Ratschlägen und Erfahrungen für Klein-Unternehmer.

Beispiel gefällig?

Der Ratschlag zur Einstellung eines Mitarbeiters: Erkundige Dich über den Kandidaten. Sprich mit anderen Leuten, die mit ihm gearbeitet haben. Da draussen laufen eine ganze Menge Schwätzer herum, die dein Geld nur zu gerne nehmen wollen. Und es ist übrigens besser, Mitarbeiter einzustellen, die später zu Freunden werden, als umgekehrt.

Wovon wirst Du leben?

Auch die Bohemiens leben nicht nur von der Luft und der Freiheit. Auch sie brauchen Geld zum Leben. Der Multiunternehmer Luke Johnson, zu dessen Investments Pizza Express und Patisserie Valerie gehören, hält es für einen Anfängerfehler, Geld aus einem neuen Unternehmen abzuziehen. Jeder Überschuss sollte direkt dazu verwendet werden, Rechnungen zu bezahlen, neue Produkte zu entwickeln, neue Geräte zu kaufen und mehr Mitarbeiter einzustellen. Kurz gesagt, zu reinvestieren.

Viele Gründer machen ja immer noch den Fehler, das Geld so schnell wie möglich wieder auszugeben, sobald sie etwas davon in der Kasse haben. Es in Luxus- oder Konsumgüter einzutauschen, statt zur Weiterentwicklung des Unternehmens zu nutzen.

Fazit

Es geht in diesem Buch um ein Anschauungsbeispiel, um den Kampf eines Kleinunternehmers, um die Tücken des Geschäftsalltags, die eigentlich bei allen Unternehmern auftreten, nicht nur bei den Bohemiens. Es geht um Dienstleistungen und Produkte, Investitionen und Crowdfunding, Kalkulation und Buchführung und noch vieles mehr, das zum Unternehmertum gehört.

Lass Dich beim Gründen und in Deinem neuen Leben nicht aufhalten oder unterkriegen - viel Spass als Boehmien-Unternehmer wünscht Dir
Hugo Bühlmann

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