08. Dezember 2017

Böse Büsis

Katzen zerstören Blumenbeete, zerkratzen Autodächer und zerfetzen Polstergruppen. Zur Rechenschaft ziehen kann man sie dafür nicht – ich nutze diese Gesetzeslücke nun für mich.

Süsses Kätzchen auf arg beschädigten Polstersessel
«Not guilty», Katzen sind vor dem Gesetz nie schuldig.
Lesezeit 1 Minute

Mit Hund steht man stets mit einem Fuss im Gefängnis. 327 Strafverfahren gegen Hundehalter kamen im vergangenen Jahr in der Schweiz vor Gericht. Meistens bissen oder bedrohten die Kläffer jemanden. 314 Fälle endeten in einer Verurteilung.

So was kann meinem Liebsten mit Schmusekater Fidel nicht passieren. Theoretisch könnten unsere Nachbarn den Pelz verklagen, wenn er ihnen das Blumenbeet zerstört, das Autodach zerkratzt oder die Polstermöbel zerfetzt. Praktisch aber geht die Klage immer an den Tierhalter – und da macht es einen Unterschied, ob der einen Hund oder eine Katze besitzt.

Jeder Tierhalter kann sich gemäss der Stiftung für das Tier im Recht von seiner Haftung befreien. Er muss bloss nachweisen, alles in seiner Macht Stehende getan zu haben, um den Schaden abzuwenden.
Hundehalter können sich wegen des Artikels 77 der Tierschutzverordnung weniger gut aus dem Schlamassel reden. Denn dort heisst es: «Wer einen Hund hält oder ausbildet, hat Vorkehrungen zu treffen, damit der Hund Menschen und Tiere nicht gefährdet.»

Für Katzen gibt es keinen vergleichbaren Paragrafen. Wahrscheinlich weil selbst Juristen wissen, dass sich Katzen nicht erziehen lassen. So viel Nachsicht hat der Pelz eigentlich nicht verdient. Aber ich nutze die Rechtslage nun für mich. Beklagt sich mein Liebster mal wieder, weil ich dieses oder jenes gemacht oder nicht gemacht habe, sage ich nun jeweils: «Sorry, bin halt einfach nicht lernfähig.»

Benutzer-Kommentare

Verwandte Artikel

Kater Fidel im Velokörbchen

Fidel ade, hello Kitty

Tattoo-Model Kathrin Tölle (aka Makani Terror)

Ein Tattoo für Katzenfreunde

Ein Flohträger

Flohalarm in Fidelhausen

Kater Fidel auf dem Bett

Der schwarze Teufel