Leser-Beitrag
28. September 2017

Bitte, anständig

«Abstimmung – die Erste»: Florian Riners freie Gedanken zum letzten Abstimmungswochenende, oder überhaupt zu jedem?

Abstimmung, eine besondere Stimmung

... die Stimmung auf Sturm.

« ............... !»

Die Leserbriefe, zornig. Worte an der Grenze des Zumutbaren. Beleidigungen an der Tagesordnung.

Abstimmungswochenende.

Unentschlossen.

Parteien verunglimpfen die Gegenseite, welche ihrerseits die Gegner diffamiert.

Positionen werden schwach vertreten. Vor allem müssen noch Wähler mobilisiert werden.

Das Thema verfällt zur Nebensache.

Die Umfragen schwanken. Die Spalte des vermeintlichen Siegers gleicht sich derdes Verlierers an.

Zeitungen mit Positionsbezug grübeln in der Vergangenheit.

Da, wahr nicht einmal ein Delikt?

Frontseite.

Der Spitzenkandidat, er macht sich stark für eine fleischige Zukunft,

Hatte vor Jahren ein Verhältnis.

Herr Müller sitzt am Samstag vor dem Formular. Der Kugelschreiber in der Hand zuckt nervös. Der Blätterwald, ausgebreitet auf dem Tisch. Die Radiosprecherin im Hintergrund nervt, die Meinungsforschungen kennt er zur Genüge. Der alte Bildschirm flackert. Der Sprecher vor den bunten Tabellen bringt nichts Neues. Die Freundin ruft zum Essen. Die vegatarische Kost schmeckt Müller nicht wirklich. Ein paar Zugeständnisse musste er ja eingehen. Die Partnerin reicht ihm schnippisch das läutende Telefon.

«Das ist ja sicher deine Ex.»

«Sehen wir uns morgen vor dem Stimmbüro?»

«Jaja.»

Der Abend verläuft, nach diesem Gespräch, nicht mehr harmonisch. Er setzt in dieser schlaflosen Nacht das Kreuz auf dem Stimmzettel.

«Fleischlos in die Zukunft.»

* Nein

Benutzer-Kommentare