19. Juni 2017

Bikini Beach Body

Einen Körper, einen Bikini und einen Strand
Was braucht es für den Bikini Beach Body: Einen Körper, einen Bikini ... und ein Strand ist von Vorteil. (Bild: Pixabay.com)
Lesezeit 1 Minute

Die Sommerferienzeit ist da, und meine Freunde rennen in die Fitnessstudios, als gäbe es kein Morgen. Sie reden von Crossfit, von Squats, vom Pumpen. Sie tragen muskelbetonte Shirts, sind ständig mit einer Trinkflasche ausgerüstet und posten ihre Errungenschaften auf den Sozialen Medien.

Während Eitelkeit oft als etwas Weibliches galt, sind es nun auch die Jungs, die den Körperkult für sich neu erfunden haben. Sie haben die perfekte Undercut-Frisur, die Muskeln sind gestählt, und an ihrem Körper befindet sich kein Gramm Fett zu viel.

Auf Facebook werde ich regelrecht bombardiert mit Werbung für Diät-Shakes, Wellness-Kuren, Säfte-Wochen und weitere unheimliche Wortkombinationen. Der Trend um Superfood hat in meiner urbanen Bubble schon fast sektiererische Züge angenommen.

Wer Fleisch – oder noch schlimmer: Fastfood! – isst, wird mit Blicken bestraft, die töten können. Stattdessen sind in Zürich furchterregende Getränke aus Spinat und Aktivkohle für neun Franken erhältlich. Sie sehen aus wie Babykotze.

Man will mir meinen Last-Minute-Bikini-Beach-Body mit einer Vehemenz verkaufen, als würde ich sterben, falls ich es bis im Juli nicht auf Grösse 36 schaffe. Last Minute! Ein Wettlauf, an dem ich nicht teilnehmen will, gegen eine imaginäre Zeit, die ich nicht festgelegt habe.

Wissen Sie, was man für einen Bikini-Beach-Body wirklich braucht? Einen Bikini. Einen Strand. Einen Körper. Mehr nicht.

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