03. Oktober 2018

Bei Warzen hilft Warten

Warzen, hervorgerufen durch Viren, sind zwar unschön, in den meisten Fällen jedoch harmlos. Häufig verschwinden sie von selbst wieder. Nebst Geduld können aber auch einige Anwendungen Wirkung zeigen.

Nährboden für die Übertragung von Warzenviren: Schwimmbad
Schwimmbäder sind ein Nährboden für die Übertragung von Warzenviren. (Bild: Martin Barraud/iStock)

Eine Warze ist eine Virusinfektion der Haut. Die Viren dringen in die oberen Hautschichten ein, ohne jedoch ins Blut überzugehen. Nach der Ansteckung kommt es an den befallenen Hautstellen zu verstärktem Zellwachstum und zu gutartigen Wucherungen.

Fast bei jedem Menschen entwickeln sich irgendwann Warzen – meist im Kindes- und Jugendalter. Besonders häufig betroffen sind die Hände, die Füsse und der Genitalbereich. Aber Warze ist nicht gleich Warze: Es gibt zum Beispiel die gewöhnlichen Warzen, Dornwarzen, Flachwarzen, Dellwarzen und genital vorkommende Feigwarzen.

Übertragen werden Warzenviren durch direkten Hautkontakt. Beim Schwitzen oder Schwimmen erhöht sich die Gefahr einer Übertragung, weil die Haut dann aufgeweicht ist. Wer zu sehr trockener Haut und kalten Füssen und Händen neigt, ist ebenfalls anfälliger.

Wenn die Warze stört

Viele Warzen verschwinden innerhalb von einigen Monaten von selbst, über 50 Prozent sind nach sechs bis zwölf Monaten wieder weg. Behandeln lassen sollte man Warzenformen, wenn sie Probleme verursachen, etwa Schmerzen beim Laufen, wenn sie sich schnell vermehren oder kosmetisch sehr stören.

Methoden der Behandlung


Aufweichen/Ablösen der Hornschicht mit Salicylsäure, Milchsäure, Essigsäure oder Vitamin-A-Säure. Diese Wirkstoffe gibt es als Pflaster, Creme oder Lösung, teils auch frei verkäuflich.
Einnahme von Medikamenten zur Virenhemmung, etwa 5-Fluoruracil, oder Anwendung einer dithranolhaltigen Warzensalbe
Vereisen (Kryotherapie) mit flüssigem Stickstoff
Mechanische Entfernung durch Abtragen; Laserverfahren
Hausmittel: Abreiben mit Knoblauch, Zitronensaft, Teebaumöl, Rizinusöl; lokales Betupfen mit dem Milchsaft des Schöllkrauts oder Löwenzahns.
Abkleben mit einem Pflaster oder einem Isolierband: Diese Methode funktioniert vor allem bei Kindern häufig.
Ärztliche Behandlung bei Feigwarzen: Sie sind sehr ansteckend. Feigwarzen kommen vorwiegend an Penis, Scheide und Anus vor und breiten sich durch Schmierinfektion aus. Bleiben sie unbehandelt,erhöht sich das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.

In Zusammenarbeit mit Medbase

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