05. August 2017

Becherabdeckungen aus Bügelperlen

Diesmal widmen wir uns dem beliebten «Chrällele» und fertigen Glasdeckel zum Insektenschutz.

die Abdeckung
So sieht die Abdeckung fertig aus
Lesezeit 3 Minuten

Ich weiss nicht, wie das bei dir daheim ist, aber meine Kinder verbringen Stunden mit Perlenstecken. Im Kanton Zürich nennt man das «Chrällele», es gibt aber noch viele andere Namen für diese Aktivität. Meistens entstehen dabei «Kunstwerke», die zwar sofort gebügelt werden müssen, spätestens nach zwei Tagen aber in irgendeiner Krimskrams-Schublade verschwinden. Verständlich, da man Einhörner in Regenbogenoptik nicht wirklich im Alltag braucht.

Heute zeige ich dir ein sehr einfaches Bügelperlen-Projekt, bei dem schon die Kleinsten mithelfen können: Becherabdeckungen. Die so hergestellten Platten sind perfekt, um Wespen von Gläsern abzuhalten oder Becher an Kindergeburtstagen oder sonstigen Partys einem Gast zuzuordnen.

Perlen in der Büchse

Du brauchst

- Bügelperlen
- eine runde Steckform mit grösserem Durchmesser als das Glas, das abgedeckt werden soll
- Backofenpapier
- Bügeleisen

Noch ein Hinweis zu den Bügelperlen: Je mehr du davon hast, desto besser. Obwohl es überall günstige Steckperlen zu kaufen gibt, habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich in diesem Fall der Rückgriff auf ein Markenprodukt bewährt. Die etwas teureren Perlen sind dickwandiger und einen Tick höher. Beides wirkt sich positiv auf das Endergebnis aus, da die Perlen schöner ineinander verschmelzen, wenn sie gebügelt werden.

So wirds gemacht

Vermiss deine Gläser und leg fest, wie viele Kreise auf der Vorlage mit Perlen bestückt werden müssen. Da deine Abdeckung später etwas über den Glasrand ragen soll, reicht Pi mal Daumen in dem Fall nicht aus; bitte ein Massband zu Hilfe nehmen!

mit dem Masssband

Wenn du später abknickbare Plastikstrohhalme durch die zentrale Öffnung stecken möchtest, reicht es, nur eine Perle auszusparen. Bei Papierstrohhalmen, die manchmal etwas breiter und vor allem steif sind, bleibt neben dem zentralen Stift auch der erste Kreis leer. Du brauchst etwas Bewegungsfreiheit, damit der Deckel beim Trinken nicht gelupft wird. (Keine Sorge: Wespen schaffen es meist nicht, durch die etwas grössere Öffnung zu schlüpfen.

Was genau du an Motiven steckst bzw. stecken lässt, bleibt ganz dir überlassen. Da es so gut zum Hochsommer passt, haben meine Kinder «Früchte» fabriziert. Es gibt kein Richtig oder Falsch bei der Mustergestaltung. Hauptsache, es gefällt. Hier ein paar Vorlagen:

Nur für den Fall, dass du noch nie Perlen gebügelt hast, erkläre ich kurz, wie das geht. Es versteht sich eigentlich von selbst, dass dieser Schritt von Erwachsenen ausgeführt werden muss. Sobald alle Perlen gesteckt sind, deckst du die losen Kunstwerke mit Backofenpapier ab. Stell das Bügeleisen auf die höchste Stufe ein und drück vorsichtig von oben. Es dauert nur wenige Augenblicke, und die Kunststoffperlen beginnen zu schmelzen. Wichtig ist, dass du den Prozess kontrollierst. Wenn du zu früh abbrichst, bleibt ein Teil unverbunden. Übertreibst du es, schmelzen irgendwann auch die unbesetzten Stifte. Ich bin eher ein Fan des ruhigen Pressens statt des hektischen Hin-und-Her-Schiebens beim Bügeln. Aber jeder hat da seine eigene Technik. Wenn die Perlen eine Einheit bilden, Papier wegnehmen und das Gebilde (heiss!) Stück für Stück von der Unterlage lösen. Nun drehst du es um und bügelst auch noch die andere Seite. Diesen Schritt könnte man theoretisch auslassen, aber dann läufst du Gefahr, dass die Deckel später schnell brechen.

Die fertige Abdeckung mit Plastikstrohhalm

Viel Spass beim Nachbasteln!

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