Leser-Beitrag
06. Oktober 2017

«Bäume auf die Dächer, Wälder in die Stadt»

Der Buchtipp von Leser Hugo Bühlmann. Er findet: So schön könnten unsere Dörfer und Städte sein...

Bäume auf die Dächer...

Conrad Amber wirbt mit seinem neuen Buch Bäume auf die Dächer, Wälder in die Stadt!, Natur und Nachhaltigkeit wieder stärker in unseren Alltag zu integrieren. An 30 konkreten Projekten und Ideen zeigt er auf, wie ein Plus an Grün auch in der Stadt möglich ist. 
Egal ob auf dem Hausdach oder am Straßenrand, ein Baum passt fast überall hin.

Die Zukunft beginnt jetzt!

In Deutschland leben 80 Prozent der Bevölkerung in städtischen Ballungsräumen, in denen aufgrund der immensen Nachfrage ein hoher Druck zur Bebauung und Revitalisierung brachliegender Flächen besteht.
Täglich wird eine Fläche von ca. 100 Fussballfeldern verbaut oder versiegelt. Das sind 70 Hektar pro Tag oder etwa 260 Quadratkilometer pro Jahr!

Soll dies unsere Zukunft und die unserer Kinder sein?

Conrad Amber und viele andere Naturschützer meinen NEIN. Denn es gibt zahlreiche Lösungen für unsere Zukunft. Eine davon ist, wir brauchen mehr Bäume in unseren Städten. Bäume, die uns helfen gesünder zu leben, die Klimaerwärmung einzudämmen, Nahrungsmittel un unserer direkten Nachbarschaft zu produzieren.

Das Motto lautet deshalb: Wir holen uns die Natur zurück, nehmen den Wald zum Vorbild und verbünden uns wieder mit den Bäumen.

Wie das geht? Zum Beispiel, die Flachdächer von Industriebauten und Wohnanlagen mit Gras, Blumen oder Gemüse bepflanzen. Diese mit Bienen bevölkern und Imkerei betreiben. Die Blumen, das Gemüse und den Honig an das Gewerbe, wie Restaurants, Bistros oder an die Anwohner verkaufen.

Warum nicht auf brachliegenden Flächen und Flachdächern eine Streuobstwiese anlegen?

Vorreiter ist die Stadt Andernach. Da wurden nicht nur naturnahe Wiesen für die Bienen angelegt und Obstbäume angepflanzt, sondern das gesamte Projekt war auch als ein soziales Projekt für Langzeitarbeitslose gedacht, welche darin eine sinnvolle Beschäftigung fanden.

Immer mehr Tornados und zu hohe Temperaturen verwüsten unsere Städte und die Ernten auf unseren Feldern. Wollen wir das?

Die Prognosen für unser Klima sind nicht gut. Danach kann sich der Jahresmittelwert in den kommenden 30 bis 50 Jahren um bis zu drei Grad Celsius erhöhen, was dramatisch wäre. Manche Täler und Ebenen würden zu Steppen oder Ödland verdorren, so dass Ackerbau nur noch zum Teil möglich wäre.
Die Völkerwanderung Richtung Norden werden noch mehr zunehmen, ganze Regionen im Süden werden sich entvölkern, während nördlich der Alpen aufgrund massiver Zuwanderung die Wälder gerodet und noch mehr Landfläche verbaut wird. Das wiederum führt zur weiteren Erwärmung von Europa und des ganzen Planeten.

Es ist fünf vor Zwölf, jetzt können wir noch etwas ändern. Zum Beispiel die Ideen und Visionen von Conrad Amber in Taten umsetzen.

Dies ganz nach dem Motto: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Lesen Sie dieses Buch. Werden wir proaktiv, holen wir uns die Natur zurück, in die Dörfer und die Städte. Verbünden wir uns wieder mit den Bäumen, denn sie sind unser Lebensquell.

PS. Mit Beispielen - auch aus der Schweiz!


Packen wir die Zukunft an - heute!

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