29. Juni 2018

Badeferien vor Athen

Wer Badeferien in Griechenland plant, wählt oft eine der zauberhaften Inseln aus. Wir haben eine Alternative: die Region Attika auf dem Festland vor den Toren von Athen. So lassen sich Strand- mit Stadtferien verbinden.

Cape Sounio Grecotel Exclusive Resort
Im Angebot von Hotelplan: das «Cape Sounio Grecotel Exclusive Resort»
Lesezeit 4 Minuten

Ähnlich wie in Barcelona haben die Olympischen Spiele auch Athen positiv verändert. Seit dem Sportgrossanlass von 2004 sind Fussgängerzonen entstanden, der öffentliche Verkehr mit neuen Metrolinien wurde verbessert, der Flughafen von Athen ausgebaut. Heute ist es möglich, mit der U-Bahn in 40 Minuten vom Flughafen in die Stadt zu fahren (Preis 10 Euro). Dank diesen Verbesserungen ist Athen plötzlich als Städtereiseziel attraktiv geworden - noch vor 15 Jahren war das nur bei eingefleischten Hellas-Fans eine valable Option. Damals war Athen mit den vielen Baustellen um die Akropolis vor allem ein Albtraum. Es war die Sängerin und griechische Kulturministerin Melina Mercouri ( «Ein Schiff wird kommen» ), die die Idee hatte, die archäologischen Orte in der Innenstadt in Fussgängerzonen zu verwandeln.

Die Wirtschaftskrise macht sich dort bemerkbar: Weil sich die Einheimischen kaum mehr Kleider und Schuhe leisten können, haben sich die Ladengeschäfte in Cafés, Bars und Restaurants verwandelt, Dachterrassen laden ebenfalls zum Einkehren ein, denn einen Kaffee lassen sich die Griechen als Letztes nehmen. Und niemand reklamiert, wenn jemand einen Espresso bestellt und mehrere Stunden vor ihm sitzt.

Obschon Griechenland aus den Schlagzeilen verschwunden ist: Vielen Einheimischen geht es weiterhin schlecht. «Wir befinden uns in der schwierigsten Zeit der Krise, denn wir leiden nun schon seit zehn Jahren. Ich bewundere unser Volk, dass wir das nun schon so lange durchhalten», sagt eine Reiseleiterin, die ihren Namen nicht publiziert haben möchte. Wenigstens seien die Mieten seit der Krise um bis zu 50 Prozent gefallen. Bei einem minimalen Monatslohn von 495 Euro ist das allerdings ein schwacher Trost.

Akropolis Athen
Die Akropolis im Herzen der Altstadt

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten: Im Herzen der Altstadt befindet sich die Akropolis, das bekannteste Bauwerk des antiken Griechenlands und seit 1986 auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes. Tipp: Wer an Archäologie interessiert ist, kauft sich das Kombiticket für 30 Euro. Neben der Akropolis ist auch die griechische Agora mit Museum, die Hadriansbibliothek, das Olympieion und die römische Agora inbegriffen.

Athen Hadriansbibliothek
Der Eintritt in die Hadriansbibliothek ist im Kombiticket ebenfalls inbegriffen.

Die Tickets gibt es direkt an den Schaltern am jeweiligen Eingang der archäologischen Stätten, wobei die Warteschlange am Haupteingang der Akropolis jeweils am längsten ist. Die griechische Agora gilt als Geburtsort der Demokratie und war in der Antike ein Versammlungsplatz. Die nächste U-Bahn-Station heisst Monastiraki.

Athen Plaka
Die Athener Altstadt Plaka lädt zum Bummeln ein.

Ein Muss ist auch der Syntagma-Platz (Wi-Fi kostenlos!) mit Parlamentsgebäude, Nationalgarten und der eineinhalb Kilometer langen Einkaufsstrasse Ermou, wo sich der Wandel von Läden in Cafés, Bars und Restaurants besonders offensichtlich präsentiert. Eins der ersten Lokale dieser Kategorie ist die empfehlenswerte Weinbar «By the glass» an der George-Souris-Strasse 3. Die Plaka am Fuss der Akropolis schliesslich gehört zu den ältesten Stadtteilen Athens und befindet sich zwischen den Metrostationen Akropolis und Monastiraki. Hier breiten sich Boutiquen und Souvenirgeschäfte aus.

Athen Stadtberg Lykabettus
Der Sonnenuntergang über Athen: am schönsten vom Stadtberg Lykabettus

Wer sich eine spektakuläre Übersicht auf die griechische Hauptstadt verschaffen möchte, fährt zum Stadtberg Lykabettus. Er bildet mit 277 Metern über Meer die höchste Erhebung Athens und bietet eine schöne Aussicht auf Sonnenuntergänge.

Funky Gourmet, Athen
Innovative Gerichte gibt es im Restaurant «Funky Gourmet» (im Bild Rentierfleisch mit Zwiebeln).

Restaurants: Seit Jahren ein sicherer Wert ist «Funky Gourmet» : Das Lokal mit seinen zwei Michelin-Sternen garantiert innovative Gerichte, die eher international geprägt sind. Das Degustationsmenü kostet allerdings 145 Euro pro Person, was gerade in Griechenland sehr, sehr teuer ist. Moderne griechische Küche gibt es im Restaurant «2 Mazi» . Und das «Hytra» im trendigen Designlokal im sechsten Stock des Onassis-Kulturzentrums sorgt für mediterrane Küche mit qualitativ hochwertigen Produkten. In der Mitte befindet sich eine Bar, im Sommer geniesst man unter freiem Himmel!

Athen lässt sich wunderbar mit Badeferien verbinden. Und das muss nicht immer eine griechische Insel sein, denn vor den Toren der Hauptstadt befindet sich die Region Attika mit schönen Sandstränden und Hotels (die Saison dauert von April bis Mitte Oktober). Die Luxushotelgruppe Four Seasons ist auf den Geschmack gekommen und eröffnet in diesen Wochen in der halbinselähnlichen Attika-Region ein neues Haus.

Empfehlenswert ist auch das «Cape Sounio Grecotel Exclusive Resort», das gut eine Fahrtstunde südlich von Athen entfernt ist und bei Hotelplan ab 125 Franken pro Person und Nacht inklusive Frühstück kostet. Selbstverständlich lässt sich die Reise auch umgekehrt gestalten: Man kann vom Badeferienhotel aus einen Ausflug nach Athen unternehmen. Bei Hotelplan kostet eine solche dreistündige Tour 80 Franken (Kinder 44 Franken). Ein Restaurant-Tipp für die Region Attika: Das Ithaki ist täglich zum Mittag- und Abendessen geöffnet und bietet neben der griechischen Küche eine schöne Aussicht auf den Strand und das Meer.

Ithaki Restaurant Attika Athen
Herrlich oberhalb des Meers vor Athen gelegen: das Restaurant Ithaki

Nicole Pfammatter, Hotelplan-Badeferienchefin, sagt: «Athen ist eine attraktive Stadt und eine Alternative etwa zu Barcelona. Seit drei, vier Jahren stellen wir eine erhöhte Nachfrage auch für Badeferien in der Region Attika fest. Die Schweizer sind aber nach wie vor Fans von Inseln.» Selbst während den Schulferien gebe es überall noch Platz. Swiss oder Aegean Airlines bieten übrigens mehrmals täglich Direktflüge ab Zürich oder Genf nach Athen an. Retourflüge sind ab 205 Franken erhältlich.

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