23. März 2018

Autsch – die Achillessehne!

Die Achillessehne kann problemlos eine Belastung von bis zu 400 Kilogramm aushalten. Sie ist die dickste und längste Sehne des menschlichen Körpers. Aber auch ihr sind Grenzen gesetzt: Wer sie missachtet, muss mit langwierigen Verletzungen rechnen.

Frau beim Schuhewechseln
Schuhwechsel empfohlen: Sich nur mit hohen Absätzen zu bewegen, versteift die Achillessehne (Bild: Getty Images).
Lesezeit 2 Minuten

Die Achillessehne verbindet den kräftigsten Knochen des Fusses, das Fersenbein, mit dem Wadenmuskel. Ihre Funktion ist so einfach wie entscheidend: Sie verhindert, dass wir beim Stehen nach vorne fallen. Und genau hier liegt auch das Problem: Da wir uns nicht auf allen vieren fortbewegen, kann sie leicht überlastet werden.

rot-grünes Ei

Bei Läufern wird diese Sehne besonders beansprucht, denn bei jedem Schritt wird das gesamte Körpergewicht auf ein einzelnes Bein verlagert. Wer beim Laufen Beschwerden hat, sollte aber zuallererst alle anderen Ursachen ausschliessen, bevor die Achillessehne allein verdächtigt wird.

Ab 25 nimmt die Elastizität der Sehne ab

Besonderes Augenmerk sollte dabei auf die Schuhe gerichtet werden. Passen die Schuhe nicht zum Laufstil und dem Boden, kann das der Achillessehne schaden. Zudem sollten nach einer längeren Pause Trainingsumfang und -intensität nur langsam erhöht werden.

Selbst wenn Verletzungen vor allem bei Sportlern verbreitet sind, kann es auch Personen, die sich wenig bewegen, treffen. Gerade bei Älteren treten häufig Probleme auf, da die Elastizität der Sehne zwischen dem 25. und 30. Lebensjahr abnimmt. Auch bei Menschen mit X- oder O-Beinen sind Schmerzen häufiger, denn ihre Sehne wird durch die Fehlstellung stärker beansprucht.

Klar erkennbare Verletzungen sind – unabhängig von der Ursache – nicht die schlimmsten. Werden sie schnell diagnostiziert und behandelt, heilen sie meist gut aus. Teilverletzungen sind gefährlicher,weil sie häufig unbeachtet bleiben. Die Entzündung schreitet dann schleichend voran und der Schmerz droht chronisch zu werden.

Egal, um welche Art der Verletzung es sich handelt, der Heilungsprozess erfordert Geduld. Es ist wichtig, dass die sportlichen Aktivitäten in der ein- bis viermonatigen Heilungsphase ganz oder teilweise eingestellt werden. Man kann auch Bandagen, Physiotherapie, Stosswellenbehandlung oder Infiltrationen einsetzen, um den Heilungsprozess zu fördern. Zur Vermeidung von Verletzungen sollte die Sehnenmuskulatur durch Dehnübungen gestärkt werden.

In Zusammenarbeit mit Medbase

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