Archiv
21. Juli 2014

Zurück im Brautkleid

Heidi Bacchilega hat es geschafft: Ihr Hochzeitskleid von 1994 passt wieder wie angegossen. Der Kampf der letzten sechs Monate hat sich gelohnt. Am Ende des Artikels finden Sie ihre Erfolgsbilanz mit Werten wie Körperfett oder Muskelmasse und die Bilder zum Hochzeits-Shooting. Dazu rechts alle «Brautkleid reloaded»-Artikel im Dossier.

Heidi und der Bräutigam 20 Jahre nach ihrer Hochzeit.
Heidi und der Bräutigam 20 Jahre nach ihrer Hochzeit.

Geschafft! Stolze 27,9 Kilogramm habe ich abgenommen – und das genau an den richtigen Stellen. Das Brautkleid passt wieder. In Form gebracht hat mich Personaltrainer Andi Tasci. Doch die gemeinsamen Trainings sind bereits Geschichte. Fragte ich mich anfangs noch, warum ich mir das überhaupt antue, bin ich jetzt fast traurig, dass es vorbei ist. Obwohl, vorbei ist das falsche Wort, denn jetzt fängts erst richtig an. Abnehmen sei einfacher als Halten, erklären mir jedenfalls diäterprobte Freunde.

Vor 20 Jahren: Heidi und der Bräutigam.
Vor 20 Jahren: Heidi und der Bräutigam.
Heute: Die Sonne scheint, das Kleid passt, die Stimmung könnte nicht besser sein - wie damals, vor 20 Jahren. Der Bäutigam passt übrigens auch ohne Diät noch in seinen Anzug.
Heute: Die Sonne scheint, das Kleid passt, die Stimmung könnte nicht besser sein - wie damals, vor 20 Jahren. Der Bäutigam passt übrigens auch ohne Diät noch in seinen Anzug.


Während der letzten sechs Monate habe ich Höhen und Tiefen erlebt, mich über verlorene Kilos gefreut und auch mal einen Frusttag geschoben. Hier ein paar persönliche Tipps für alle Abnehmmotivierten:

1. Es ist nie der richtige Moment, um eine Diät zu starten.

Immer gibts noch ein Fest, eine Einladung oder eine andere Entschuldigung, um den Start hinauszuzögern. Darum: Datum festsetzen, möglichst vielen davon erzählen und dann pünktlich starten.

2. Die ersten drei Tage ohne meine vier Ps (Pasta, Pizza, Pane und Prosecco) waren sehr schwierig.

Ich hatte fast körperlichen Entzug. Durchhalten! Es geht schnell vorbei. Und danach hab ich mich mit guten Kohlenhydraten wie Kartoffeln oder Reis, mit Eiweiss, Gemüse und Früchten satt gegessen.

3. Manchmal liess ich das Abendessen ausfallen, sogenanntes Dinner Cancelling.

Je später ich abends vom Training nach Hause kam, desto einfacher ging es. Nach sportlicher Betätigung ohne Essen danach, verbrennt der Körper Fett besonders gut.

4. Eine Tasse Tee bei einem kleinen Hüngerchen.

Dafür habe ich mein Teesortiment aufgerüstet, die verschiedensten Sorten ausprobiert und mit Zitronen, Limes oder Orangenscheiben verfeinert. Dazu schöne Teegläser gekauft und mich damit gemütlich vor den Fernseher gesetzt.

5. Erste Hilfe bei Lust nach Süssem

Es gab auch Momente, da überkam mich die Lust nach Süssem. Als Erste Hilfe esse ich in solchen Momenten ein paar gefrorene Himbeeren, die ich langsam im Mund zergehen lasse.

6. Beautyablenkungsmanöver einbauen.

Abends habe ich öfters einen Beautystopp eingelegt und mir eine Gesichtsmaske, ein Körperpeeling oder eine straffende Körpercreme aufgetragen. Auch Fingernägellackieren ist ein gutes Mittel, um vom «Sündigen» abzulenken.

Man sieht sich – beim ersten Hochzeitskleiderball

Der abschliessende Leistungstest und die Fettanalyse bei der Medbase in Zürich zeigen nun folgende Werte auf: 79,9 Kilo Körpergewicht (28 weniger), 21,5 Kilo Fettmasse und 29,5 Kilo Muskeln. Meine Leistung (Watt/Kilogramm) stieg von 1,80 auf 3,16. Und für alle Interessierten: Meine maximale Sauerstoffaufnahme bei dynamischer Leistung stiegt von 30 auf 43 ml/min/kg. Damit bin ich auf dem Niveau eines trainierten Hobbysportlers.
Und all das nur, damit das Hochzeitskleid passt … hoffentlich auch im September noch. Dann findet nämlich in Luzern der 1. Hochzeitskleiderball von Happy Day Events statt. Ehepaare schlüpfen erneut in ihre Hochzeitskleider und feiern gemeinsam mit anderen Paaren noch einmal. Wenn auch Sie Zeit und Lust haben (und natürlich noch ins Outfit passen), dann schauen Sie doch auch im Hotel Schweizerhof vorbei. Würd mi freuä!

DIE MEDBASE-AUSWERTUNGEN IM VERGLEICH

Vor dem Start: Heidi Bacchilegas Werte vom 16. Dezember 2013 im PDF- oder JPG-Format

Bei Halbzeit: Heidi Bacchilagas Werte vom 31. März 2014 im PDF- oder JPG-Format

Zum Abschluss: Heidi Bacchilegas Werte vom 26. Juni 2014 im PDF- oder JPG-Format

Biometrische Impedanzanalyse – Begriffsklärung:
BCM = Körperzellmasse (vorab Muskeln, aktive Zellen mit Sauerstoffverbrauch, mit hohem Kaliumanteil und Glukose-Oxidation)
ECM = Extrazellulare Masse (vorab Knochen, Masse ohne Zell-Struktur)

Infos zu Analysen und Auswertungen von MedBase
Neben der Biometrischen Impedanzanalyse zur Feststellung von Körperfett- und anderen Anteilen absolvierte Heidi Bacchilega auch Tests in Spiroergometrie (VO2max).
Daher stammen die oben erwähnten Werte für Sauerstoffaufnahme und Ausdauer-Leistung in Watt/Kilogramm.


WEITERE BILDER VOM SHOOTING

Autor: Heidi Bacchilega