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20. Januar 2014

Zu Fuss nach Machu Picchu

Die Tipps der Reisereporterin mit eindrücklichen Routen zum Unesco-Weltkulturerbe, empfohlenen Übernachtungen und Restaurants sowie allgemeine Ratschläge zum Erkunden des Andenhochlands.

Im Aufstieg im Caprichosa-Naturpark
Unterwegs im Caprichosa-Naturpark der Region Mancora. (alle Bilder: PromPerú)
Das Gericht «Chupe de Camarones»
Das traditionelle Gericht «Chupe de Camarones».

ANREISE
Zum Beispiel mit KLM via Amsterdam oder Iberia via Madrid nach Lima (rund 16 Stunden). Wer innerhalb Perus weiterfliegen will, sollte sich auch die Flugpläne der chilenischen Airline LAN anschauen.

BESTE REISEZEIT
Die Trockenzeit im Andenhochland dauert von April bis September. An der Pazifikküste hingegen ist es von Dezember bis März am schönsten, wenn sich das kühle Wasser des Humboldtstroms etwas erwärmt und die Luft relativ klar ist.
ÜBERNACHTEN
Hotel España in Lima, Azángaro 105, Tel. (0051 1) 428 5546, www.hotelespanaperu.com
Der Besitzer dieser unvergleichlichen Backpacker-Unterkunft mitten im historischen Zentrum ist ein Sammler. In den offenen Treppenhäusern des weitläufigen Hotels lassen sich unzählige römische Statuen und barocke Gemälde bewundern. Ein Highlight ist auch die begrünte Dachterrasse, wo das Frühstück serviert wird.
Posada Villa Mayor, Portal Nuevo 246, Plaza Regocijo, Cusco, Tel. (0051 84) 26 3932, www.villamayorcusco.com
Das Kolonialhaus mit überdachtem Innenhof befindet sich einen Block vom Hauptplatz entfernt. Es überzeugt durch die hübsch renovierte Bausubstanz, die entspannte Atmosphäre und das frische Gebäck aus der dazugehörenden Bäckerei.
ESSENCebicheria La Mar, Avenida La Mar 770, Miraflores, Lima, Tel. (0051 1) 421 3365, www.lamarcebicheria.com
Die berühmteste Cebicheria Perus, die inzwischen auch Ableger in New York und San Francisco hat. Wie es der Name sagt, isst man hier Fisch in allen möglichen Formen (nur mittags geöffnet).

Malabar, Cam Real 101, San Isidro, Lima, Tel. (0051 1) 440 5200, www.malabar.com.pe
Chef Pedro Miguel Schiaffino ist der aufsteigende Stern am peruanischen Kulinarikhimmel. Seine Speisekarte ist vor allem von Produkten aus dem Amazonasbecken inspiriert und verspricht zum Beispiel Flussschnecken in einer Sauce aus würzigen Chorizos.

Pachapapa, Plazoleta San Blas 120, Cusco, Tel. (0051 1) 84 24 1318
Die beste Adresse, um sich an ein Meerschweinchen oder ein wenig Alpaka zu wagen. Wer sich nicht auf Experimente einlassen will, freut sich über die Holzofenpizza.
TREKKING
Der wohl berühmteste Zugang zu Machu Picchu ist der Inka-Trail. Die Tickets für das viertägige Trekking sind jedoch limitiert und oft schon Monate im Voraus ausverkauft. Am besten nimmt man für die frühzeitige Buchung den Service einer Schweizer Reiseagentur in Anspruch. Eine Webseite der Regierung informiert über freie Daten. www.machupicchu.gob.pe

Die historischen Bauten in Machu Picchu
Die historischen Bauten in Machu Picchu.
Das Dominikaner-Kloster in Cusco
Das Dominikaner-Kloster in Cusco.

Eine Alternative zum Inka-Trail ist das fünftägige Salkantay-Trekking. Diese Strecke führt über einen 4700 Meter hohen Pass ebenfalls zum Unesco-Weltkulturerbe und kann auch kurzfristig gebucht werden. Die Preise vor Ort sind um einiges günstiger als im Internet. Allerdings braucht die Wahl der Agentur in Cusco Nerven. Unzählige Agenturen und Subunternehmen buhlen um Kunden. Wer Spanisch spricht und Freude am Verhandeln hat, bekommt aber am Schluss meist eine gute Leistung zu einem fairen Preis. Für alle anderen empfiehlt sich, bereits in der Schweiz zu buchen.
GUT ZU WISSENWer auf mehr als 2500 Metern über Meer unterwegs ist, kann unter Höhenkrankheit leiden. Gefährdet ist, wer zum Beispiel von Lima nach Cusco (3326 m) fliegt. Um Komplikationen zu vermeiden, sollte man während der ersten Tage in der Höhe auf körperliche Anstrengung verzichten, nur leichte Mahlzeiten zu sich nehmen und keinen Alkohol trinken.
Die Kriminalität in Peru hat in den vergangenen Jahren abgenommen. Am besten informiert man sich jeweils vor Ort über die Situation und hält sich an die Ratschläge der Einheimischen.

Die Stiftung Pukllasunchis
Wer mehr über die Arbeit der Schweizerin Christine Appenzeller, die sich 30 Jahre für die indigene Bevölkerung Perus einsetzte, erfahren oder sich gar mit einer Spende beteiligen möchte, sollte die Homepage der Stiftung besuchen.
Die Seite ist in Deutsch verfasst und informiert über alle wichtigen Projekte: www.puklla.ch

Autor: Andrea Freiermuth