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14. Dezember 2015

Zimt und Kardamom: Gesund und gut

Kardamom und Zimt wirken positiv auf Stimmung und Verdauung. Das macht die Gewürze zu idealen Begleitern während der Feiertage.

Von Anis bis Zimt: Wintergewürze haben nachweislich gesundheitsfördernde Eigenschaften Von Anis bis Zimt: Wintergewürze haben nachweislich gesundheitsfördernde Eigenschaften
Von Anis bis Zimt: Wintergewürze haben nachweislich gesundheitsfördernde Eigenschaften (Bild: Stock Food).

Wenn wir in der Adventszeit besonders gut gelaunt sind, liegt es vielleicht auch an den typischen Winter­gewürzen Zimt und Kardamom. Denn sie sind nachweislich stimmungsaufhellend. Und sie haben noch mehr zu bieten: Sie wirken wohltuend auf den Magen, was bei dem schwer aufliegenden Essen über die Feiertage besonders willkommen ist. «Kardamom wird schon seit Langem als Heilpflanze eingesetzt», sagt Kristian Fankhauser, Drogist EFZ aus Solothurn. «Die grünen Fruchtkapseln sind verdauungsfördernd und wirken Blähungen entgegen.» Offenbar hat Kardamom eine zellschützende und antibakterielle Wirkung, und wenn man die Pflanzensamen kaut, soll dies gegen Mundgeruch helfen.

Ebenso wertvoll wie Kardamom ist Ceylon-Zimt, sogenannter echter Zimt. Er wirkt nicht nur verdauungsfördernd, sondern auch krampflösend und beruhigend. In Internetforen und Diabetes-Selbsthilfegruppen wird er als Wundermittel gepriesen: Mit Zimt gewürzte Süssspeisen sollen den Blutzucker weniger ansteigen lassen. Noch ist nicht geklärt, welche Substanz ­im Gewürz dafür verantwortlich ist. Die ­Daten zeigen aber, dass Zimt, wenn überhaupt, nur dann den Blutzucker senkt, wenn man regelmässig und viel davon isst.

Beim Zimt entscheiden Sorte und Dosis

Doch einmal mehr gilt: keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Zimt enthält Cumarin. Der Stoff steht im Verdacht, Kopfschmerzen, Leberschäden und sogar Krebs zu ­begünstigen. Der Cumaringehalt ist vor allem im billigen chinesischen Cassia­-Zimt hoch: rund 2 Gramm Cumarin pro Kilo – bei Ceylon-Zimt sind es lediglich 0,02 Gramm. Kinder sollten deshalb nicht mehr als vier mit Cassia-Zimt hergestellte Zimtsterne pro Tag essen, Erwachsene nicht mehr als acht Stück. ­Die Midor, die für die Migros Zimt­ster­ne produziert, setzt ausschliesslich den ­unbedenklichen Ceylon-Zimt ein.

Autor: Marianne Botta